Donnerstag, 26.05.2005

Russische Touristen stellen den größten Anteil

In Piter blüht vor allem der Kulturtourismus. (foto: von Arb/.rufo)
St. Petersburg. Im Jahr 2004 haben nur rund 3,5 Mio. Touristen Petersburg besucht. Dies ist ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Russische Besucher haben gegenüber Ausländern an Bedeutung gewonnen.
Der Rückgang 2004 war allerdings vorhersehbar, denn Petersburg feierte 2003 sein 300jähriges Jubiläum. Die Feierlichkeiten hatten für einen kurzfristigen Aufschwung gesorgt hat. In diesem Jahr rechnen die Reiseveranstalter mit einem weiteren Rückgang der Touristenzahlen. So werden 40 Prozent weniger ausländische Gäste und 20 -30 Prozent weniger russische Gäste in Petersburg erwartet.

Wie Sergei Kornejew, der Direktor des Verbandes der Tourismusindustrie in Nordwestussland, zu bedenken gab, ist die Statistik jedoch ungenau, da sie keine zuverlässige Auskunft über das Reiseziel gebe. So gibt es Geschäftsleute, die mit einem Touristenvisum einreisen und umgekehrt Touristen mit Geschäftsvisa. Außerdem erfasse die Statistik nur die Anzahl der Besuche, nicht die der Besucher. Wenn ein Gast mehrfach die Stadt besuche, werde er auch mehrfach gezählt, erläuterte Kornejew.

Kulturtourismus floriert

Ausländische Touristen verbringen im Durchschnitt nur eine kurze Zeit von zweieinhalb bis drei Tagen in Petersburg und sind meist so genannte „Kulturtouristen”, die während der Zeit der „Weißen Nächte” die nördliche Hauptstadt aufsuchten, schreibt Fontanka.ru. Da die Ausländer oft der älteren Generation angehören, geben sie nicht so viel Geld vor Ort aus. Laut Kornejew haben daher die russischen Touristen gegenüber den Ausländern an Bedeutung gewonnen, weil sie ihre Ausgaben vor der Reise weniger planen.

Trotz des Rückgangs nimmt die Stadt noch immer den achten Platz unter den attraktivsten Städten der Welt und den fünften innerhalb Europas ein. Dass Petersburg mit seinen Kulturschätzen noch ein großes Wachstumspotential besitzt, bleibt eine bekannte Tatsache.

(eva/.rufo)