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| Die Petersburger Juweliermesse JUNWEX zieht inzwischen auch internationale Profidiebe an... (Foto: jeweller.ru) | |
Donnerstag, 16.02.2012
Schmuckdiebesbande räumt bei Petersburger Messe ab
St. Petersburg. Ein Diebeszug von elf Kolumbianern endete am Moskauer Flughafen Domodedowo. Sie hatten bei der Juweliermesse JUNWEX in St. Petersburg 1.000 Schmuckstücke im Wert von über einer Million Euro mitgehen lassen.
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Zwei Stadtteilgerichte in St. Petersburg haben jetzt Klage gegen elf junge kolumbianische Männer und Frauen erhoben, die Anfang Februar mehrere Teilnehmer an der Juweliermesse JUNWEX ausgenommen haben sollen. Die Polizei spricht von „absoluten Profis“.
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Die russische Verkehrspolizei hatte die Gruppe seit Tagen im Auge gehabt. Hochgenommen wurde die Diebesbande, als sie am Dienstag die Zollkontrolle im Moskauer Flughafen Domodedowo passierte, um Russland Richtung Hongkong zu verlassen.
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Schmuck am Körper getragen Beim Durchleuchten der Koffer waren die Beamten nicht fündig geworden, aber als sie die Kleidung und das Handgepäck der Kolumbianer untersuchten, entdeckten sie um die 1.000 Schmuckstücke – Ketten, Ringe und Anhänger.
Opfer der Kolumbianer waren zwei Ehepaare, die nach Abschluss der Messe die Stadt verlassen wollten. Einem Moskauer Juwelierehepaar nahmen sie am Petersburger Flughafen Pulkowo einen Koffer mit Gold und Brillanten ab, nachdem sie ihre Opfer mit Gesprächen und seltsamen Gesten abgelenkt hatten.
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Nach dem gleichen Szenario raubten sie ein Ehepaar aus dem sibirischen Bratsk aus, das am Moskauer Bahnhof in den Schnellzug Sapsan steigen wollte. Sie erbeuteten Juweliererzeugnisse im Wert von insgesamt 43 Millionen Rubeln. Ein dritter Versuch in einem Hotel scheiterte, erklärt die Petersburger Polizei.
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Von langer Hand vorbereitet Nach ihrer Verhaftung gaben die Diebe an, sie wären nach Petersburg gekommen, „um sich die Eremitage anzusehen“; die Idee mit dem Beutezug sei ihnen „spontan“ gekommen, als sie von der Messe erfuhren, die vom 31. Januar bis 5. Februar stattgefunden hatte.
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Die Polizei ist ganz anderer Meinung. Untersuchungen ergaben: Die Kolumbianer waren zuvor bereits zwei Mal nach Petersburg gekommen, um „den Boden zu bereiten“ – sie wollten die Stadt kennenzulernen, die Gegebenheiten in den Messehallen Lenexpo, die Verkehrswege.
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Untergekommen waren sie in billigen Hostels; ihr Verhalten war betont unauffällig. Am 13. Februar verließen sie Petersburg Richtung Moskau (ebenfalls mit einem Sapsan), ohne zu ahnen, dass die Polizei ihnen auf die Schliche gekommen war. In Domodedowo endete schließlich ihr Russland-Abenteuer.
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