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| Paul McCartney tritt im Juni in St. Petersburg auf. Foto: www.newsru.com | |
Donnerstag, 15.04.2004
Sir Paul beehrt St. Petersburg im Juni
St. Petersburg. Der kulturelle Höhepunkt der diesjährigen Weißen Nächte in St. Petersburg wird zweifellos das Konzert von Ex-Beatle Paul McCartney auf dem Schlossplatz sein. Am 20. Juni um 18 Uhr startet das grandiose Projekt, zu dem bis zu 50.000 Zuschauer erwartet werden. Die Sicherheitsvorkehrungen werden so streng wie niemals zuvor sein.
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Im Mai letzten Jahres war Sir Paul in Moskau auf dem Roten Platz aufgetreten. Damals besuchte er auch St. Petersburg, allerdings ganz privat. Aus dieser Reise ging dann die Idee hervor, wiederzukommen und für die Petersburger zu singen. Doch nicht nur das – McCartney kommt gleich für vier Tage, um nebenbei auch noch seinen Geburtstag zu feiern und endlich das Russische Museum zu besuchen, für das er bei seiner Stippvisite 2003 keine Zeit hatte.
Wohnen wird der Ex-Beatle in einem der Cottages auf dem Gelände des Konstantin-Palastes in Strelna. Begleiten wird ihn wohl seine Frau, vielleicht gesellt sich auch Tochter Stella hinzu, die laut „Iswestija“ seit langem davon träumt, in Petersburg ein Modegeschäft zu eröffnen.
Wo McCartney am 18. Juni seinen Geburtstag feiern wird, ist noch nicht klar. Ginge es nach Kolja Wassin, dem stadtbekannten Beatles-Fanatiker, der in der Künstlerkolonie an der Puschkinskaja 10 einen „Lennon-Tempel“ sein Eigen nennt, führe die ganze Gesellschaft zu einem gemütlichen Picknick an den Finnischen Meerbusen.
Der Petersburger Gouverneurin Valentina Matwijenko könnte dies jedoch weniger behagen. Immerhin steht die ganze Aktion unter ihrer Schirmherrschaft und der von Präsident Wladimir Putin höchstpersönlich. Ein Picknick am Strand in intimer Runde fällt da dann doch reichlich aus dem Rahmen.
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Die Unterstützung des Projekts durch die höchste Staatsmacht lässt selbst die Ermitage klein beigeben. Wie aktuell.RU bereits schrieb, ist die Leitung des berühmten Museums kategorisch gegen jede Art von Konzerten auf dem Schlossplatz. Gegen eine Größe wie Sir Paul kommt aber auch Piotrowski nicht an.
Damit dem Schlossplatz und seinen Besuchern nichts Böses passiert, werden rigide Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Die Zuschauer müssen sich auf die Anwesenheit Hunderter von Ordnungshütern sowie Körper- und Taschenkontrollen einstellen. Videokameras und Fotoapparate sind verboten, große Taschen ebenfalls, mit Glasflaschen oder alkoholischen Getränken wird niemand eingelassen.
Schon Tage vor dem Spektakel werden der Schlossplatz und die Zufahrten zu ihm gesperrt. Der nächstgelegene Parkplatz wird voraussichtlich auf der Landspitze der Wassili-Insel eingerichtet werden. Auch der öffentliche Nahverkehr muss umgeleitet werden.
Wenn in Moskau das billigste Ticket für 50 Dollar zu haben war, so gibt sich die Petersburger Variante demokratischer. Bereits für 300 Rubel soll es einen Stehplatz weit weg von den beiden Riesenbildschirmen neben der 18 Meter hohen Bühne geben. Die teuerste Karte wird 300 Dollar kosten. Offiziell natürlich, denn der Schwarzmarkt wird blühen, und es ist kaum anzunehmen, dass es irgend jemandem gelingt, für 300 Rubel Einlass zu finden.
McCartney selbst wird an der Aktion auch nicht reich werden. Allein für das Cottage in Strelna muss er 5000 Dollar pro Tag berappen. Außerdem müssen 260 Bühnenarbeiter, die extra aus England eingeflogen werden, ihren Lohn bekommen. Für den Musiker selbst bleibt nicht viel übrig. Aber „Geld interessiert ihn nicht“, wie die Organisatoren der Show auf einer Pressekonferenz am Dienstag verlauten ließen. (sb/.rufo)
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