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1959 bei der Eröffnung der Moskauer Fili-Linie kamen die in Berlin beschlagnahmten U-Bahn-Wagen wieder ans Tageslicht (Foto: vagon.metro.ru)
1959 bei der Eröffnung der Moskauer Fili-Linie kamen die in Berlin beschlagnahmten U-Bahn-Wagen wieder ans Tageslicht (Foto: vagon.metro.ru)
Freitag, 15.06.2012

Einziger deutscher Metro-Wagen wird Museumsstück

St. Petersburg. Die Petersburger Metro will ihren einzigen aus Deutschland stammenden Waggon museal aufstellen. Der Berliner U-Bahn-Wagen war als Kriegsbeute zunächst nach Moskau und dann an die Newa gelangt.


Die Metrogesellschaft hat eine Ausschreibung zur Gestaltung des Areals im Hof ihres Verwaltungsbaus an der Station Primorskaja veröffentlicht, wo in Zukunft der auf wundersame Weise über die Zeit gerettete deutsche Wagen in Zukunft ausgestellt werden soll.

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Es handelt sich dabei um einen Wagen des Types „W“, der ursprünglich bei der Moskauer Metro im Einsatz war. 1955, nach der Inbetriebnahme der ersten Linie der Leningrader Untergrundbahn, war er aus der Hauptstadt dorthin überstellt worden. Allerdings diente er nicht mehr im Passagierverkehr, sondern als Arbeitsfahrzeug auf dem Areal des Metro-Depots in Awtowo.

Vom Alexanderplatz nach Awtowo


In Wirklichkeit handelte es sich bei dem W-Wagen aber um einen Waggon des Typs C1 oder C2 der Berliner U-Bahn – gebaut irgendwann in den Jahren von 1927 bis 1939. 120 Waggons aus der ehemaligen Reichshauptstadt hatte die Sowjetunion dort nach Kriegsende beschlagnahmt und als Reparation nach Moskau gebracht.

Dort wurden die Berliner Züge in der Metro eingesetzt, doch sorgte der Mangel an Ersatzteilen dafür, dass sie nach und nach umgebaut und dann auch ganz außer Dienst gestellt wurden. Anfang der 1960er Jahre verkehrten Berliner Wagen nach einer zusätzlichen Isolierung auf der damals neuen Fili-Linie, die partiell oberirdisch verläuft.

Wie fontanka.ru berichtet, muss der alte Berliner Wagen aber noch restauriert werden. Später soll er dann für Besucher des kleinen Metro-Betriebsmuseums auch von innen zugänglich sein.



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