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| Zugegeben, auch dieses Foto eines Petersburger Metro-Zuges entstand ohne Knips-Genehmigung. (Foto: ld/.rufo) | |
Mittwoch, 19.08.2009
SPB: In der Metro darf jetzt fotografiert werden
St. Petersburg. Ein kleiner Sieg gegen die russische Spionomania: Das im Handycam-Zeitalter absurde Foto-Verbot in der Petersburger U-Bahn ist aufgehoben worden. Jetzt darf geknipst werden - allerdings ohne Blitz.
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Eine entsprechende Korrektur der Benutzungsvorschriften der Metro wurde am 14. August amtlich veröffentlicht – und tritt nach zehn Tagen Frist in Kraft.
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Für Video- oder Filmaufnahmen sowie das Fotografieren mit Blitzlicht ist aber auch weiterhin eine schriftliche Genehmigung der Metro-Verwaltung nötig. Profis müssen also weiterhin den Amtsweg einschlagen – und für die Aufnahmegenehmigung auch kräftig bezahlen.
Bisher konnte es Ärger mit der Polizei geben Wer sich bisher beim illegalen Knipsen in den Metro-Kavernen erwischen ließ, wurde gelegentlich von den Beamten der Metro-Polizei mit 100 Rubel Strafe (ca. 2,20 Euro) belegt – und verlor einige Zeit für Palaver und Protokollerstellung. Eine Beschlagnahme oder Vernichtung der Aufnahmen war dabei nicht vorgesehen, wenngleich manche Milizionäre auch dies durchzusetzen versuchten.
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Begründet wurde das Foto-Verbot in der Metro mit deren „nebenberuflichen Funktion“ als Zivilschutzanlage – oder auch mit dem Ansinnen, auf diese Weise die Planung von Terroranschlägen zu erschweren.
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Besser erlauben, was nicht zu verhindern ist Angesichts der Tatsache, dass Fotoapparate mittlerweile auch in fast jedem Handy stecken und unauffällig gemachte Bilder ohnehin nicht zu verhindern sind, hat die Metro-Verwaltung jetzt die antiquierte Regelung aus dem Verkehr gezogen.
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Als einfacher Passagier kann man jetzt also frei und kostenlos auf den schier endlosen Rolltreppen oder in den prächtigen Stationen fotografieren – sofern man den Blitz abschaltet.
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