General Winter sorgt für einen solchen Schneerekord, dass das Militär zu Hilfe gerufen werden musste (Foto: ld/Archiv)
Samstag, 26.12.2009
St. Petersburg: Militäreinsatz gegen den Schnee
St. Petersburg. Nach erneuten heftigen Schneefällen in St. Petersburg hat Gouverneurin Valentina Matwijenko das Militär und den Katastrophenschutz um Hilfe bei den Räumarbeiten gebeten. Der Verkehr in der Stadt ist stark behindert.
Zum dritten Mal in einer Woche wurde St. Petersburg in der Nacht und am Samstag Vormittag von dichtem Schneetreiben förmlich verschluckt. Die Schneedecke hat 35 Zentimeter Dicke erreicht – türmt sich aber aufgrund von Verwehungen an manchen Stellen deutlich dicker auf.
Die städtischen Räumdienste sind mit der Situation völlig überfordert, da auch die am Montag und am Donnerstag gefallenen Schneemassen noch nicht unter Kontrolle gebracht waren, als in der vergangenen Nacht erneut starker Schneefall einsetzte.
„Wir haben noch keinen Kollaps, aber wir stehen nahe davor“, sagte Gouverneurin Valentina Matwijenko in einem Radiointerview. 2.500 Fahrzeuge seien zum Schneeräumen aufgeboten. Besonders schlecht sei die Situation momentan auf den Gehwegen, gestand das Stadtoberhaupt ein.
Auf vielen Nebenstraßen laufen die wenigen Fußgänger auf den Fahrbahnen, da die Fußwege am Rand faktisch unpassierbar sind. Der Autoverkehr läuft auf den leidlich geräumten Straßen mehr oder weniger flüssig - allerdings haben viele Autofahrer ernsthafte Probleme, ihre abgestellten Fahrzeuge aus den Schneemassen am Straßenran doder auf Parkplätzen zu befreien.
Das in St. Petersburg stationierte Militär bot gegen Mittag 2.000 Mann auf, die beim Räumen der Straßen in der Stadt helfen. Gouverneurin Valentina Matwijenko hatte zuvor die Armee wie auch den Katastrophenschutz um Hilfe gebeten.
Am Flughafen Pulkovo kommt es heute zu teils deutlichen Verspätungen von bis zu 12 Stunden. Abflüge werden mehr oder weniger pünktlich abgefertigt – sofern das entsprechende Flugzeug noch pünktlich hereinkam.
Auch im Zugverkehr kommt es zu wetterbedingten Verspätungen. Lediglich der Verkehr von und nach Moskau funktioniert mehr oder weniger pünktlich.
Die zwei Türme: Die goldene Kuppel der Isaaks-Kathedrale und die Nadel der Admiralität markieren weithin sichtbar das Petersburger Stadtzentrum. (foto: ld/rufo)