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| Die Festgenommenen haben den Mord an Katscharawa angeblich schon gestanden (Foto: stop-it.narod.ru) | |
Mittwoch, 07.12.2005
Studentenmord: Hilferuf an Putin
St. Petersburg. Um die Aufklärung des Mordes an Timur Katscharawa voranzutreiben, hat eine Initiativgruppe sich an den russischen Präsidenten gewandt. Inzwischen wurden die ersten Tatverdächtigen festgenommen.
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Nach dem Mord an dem Petersburger Studenten Timur Katscharawa verfasste eine Initiativgruppe der Petersburger Universität einen Aufruf an die Verantwortlichen, die Aufklärung der Tat unter persönliche Kontrolle zu nehmen und die Schuldigen so schnell wie möglich vor Gericht zu bringen. Innerhalb von zehn Tagen wurde die Petition von mehr als 3.000 Studenten und Dozenten unterschrieben.
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Leitung der Uni steht hinter der Aktion
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Am Montag brachten die Initiatoren der Aktion vier dicke Mappen mit den Kopien der Unterschriftenlisten zur Post. Einer der Adressaten ist der russische Präsident Wladimir Putin. Die anderen Mappen gingen an den Präsidentenvertreter in der Nordwest-Region Ilja Klebanow, den Staatsanwalt von St. Petersburg und den Vorsitzenden der Gesetzgebenden Versammlung.
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Die fünfte Mappe mit den Originalen wird die Rektorin der Universität, Ljudmila Werbizkaja, in der nächsten Woche persönlich der Petersburger Gouverneurin Valentina Matwijenko überreichen. Anders als in früheren Fällen, bei denen ausländische Studenten Opfer von Skinhead-Überfällen wurden, haben die Protestierenden die Leitung ihrer Hochschule dieses Mal auf ihrer Seite.
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Mörder festgenommen
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Zufall oder nicht – zeitgleich mit dem Verschicken des Aufrufs kam es zu den ersten Verhaftungen. Dabei liegt die Tat, die am 13. November auf offener Straße mitten im Zentrum von St. Petersburg geschah, bereits mehr als drei Wochen zurück. Die Miliz geht von insgesamt elf Personen aus, die an der Schlägerei und Messerstecherei teilnahmen. Fünf von ihnen wurden nun festgenommen.
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Nach Angaben der Miliz sind alle mutmaßlichen Beteiligten geständig. Unter ihnen soll auch der Mörder sein. Er musste am Dienstag am Tatort den Ablauf der Messerstecherei nachstellen. „Opfer“ war dieses Mal eine Schaufensterpuppe. Wie schon am Tag des echten Verbrechens ignorierten Passanten das Geschehen.
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Freunde und Kommilitonen der Opfer (ein zweiter Student erlitt schwere Verletzungen, ist aber inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden) gehen davon aus, dass Neonazis die Tat begangen haben, denn Timur Katscharawa war ein aktiver Pazifist und Antifaschist.
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Zeitungsberichten zufolge sollen die Verdächtigen auch ihre Nähe zu rechtsextremistischen Kreisen gestanden haben. Die Miliz wollte dies bisher jedoch nicht bestätigen.
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(-sb/rufo)
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