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| Es ist an der Zeit, Haustiere in Petersburg zivilisiert zu begraben. Foto: fontanka.ru | |
Mittwoch, 17.09.2008
Tierfriedhof in Petersburg: ein neuer Anlauf
St. Petersburg. Geredet wird seit Jahren davon, bewegt hat sich bisher wenig: Die Stadt braucht dringend einen Tierfriedhof. Nun gibt es einen dritten Anlauf. Vorgesehen ist ein Platz im Osten der Stadt.
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Es handelt sich um ein 3,2 Hektar großes Gebiet im Krasnogwardejski-Stadtbezirk, in der Nähe mehrerer Industriebetriebe. Entstehen sollen dort ein Krematorium und Bestattungsplätze für Urnen. Die Einrichtung des „Gedenkkomplexes“ (wie er offiziell heißt) soll ein bis anderthalb Millionen Dollar kosten.
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Ein „menschenwürdiges“ Begräbnis
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Nach offiziellen Statistiken gibt es in Petersburg 300.000 Hunde, 400.000 Katzen, 1.100 Pferde und eine nicht zu bestimmende Anzahl an „Kleinvieh“ wie Chinchillas, Hamstern, Ratten und ähnlichem Getier. Bisher wurden die toten Hausgenossen auf wenig würdige Weise industriell zusammen mit „Abfällen“ aus Schlachtereien und Laboren verbrannt.
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Kein Wunder, dass es in der Stadt jede Menge illegale Tiergräber gibt. Ein ganz besonders beliebter Ort, an dem Herrchen und Frauchen ihre lieben Vierbeiner zur ewigen Ruhe betteten (außer auf dem eigenen Datschagrundstück), war bisher der große Stadtpark Sosnowka.
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Dort waren bis Juli dieses Jahres hunderte eingezäunte Grabstätten anzutreffen, bis die Parkleitung sie vernichtete, weil die immer saftiger werdenden Strafen der Gesundheitsbehörde ihr zu viel wurden. Die ersten Gräber waren hier bereits vor 40 Jahren aufgetaucht.
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2005 war schon einmal alles klar gewesen
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Die Einrichtung eines funktionierenden Tierfriedhofs ist also ein dringendes Bedürfnis aller Seiten. Vor drei Jahren hatte die Stadt bereits ein Territorium im Stadtteil Rschewka bereitgestellt, das dann jedoch bei der Errichtung eines Technoparks eingeplant wurde.
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Auch ein zweiter Anlauf lief ins Leere. Hier störten alte Pulverspeicher, deren Abriss man nicht durchsetzen konnte. Das Gelände dort hätte 6,8 Hektar umfassen sollen. Nun sind die Pläne auf die Hälfte zusammengeschrumpft. Zu wenig für eine in Haustiere vernarrte Stadt wie St. Petersburg. Aber wenigstens ein Anfang. Wenn er dann endlich zum gewünschten Ergebnis führt.
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