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| Auch Petersburgs raues nordisches Klima tut dem Sex keinen Abbruch. (Foto: fontanka.ru) | |
Mittwoch, 17.03.2010
Times: Petersburg eine der sexuellsten Städte der Welt!
St. Petersburg. Die englische Times stellt Petersburg in ihrem Rating der „sexuellsten Städte der Welt“ auf Rang sieben. Hinter Paris und vor Sevilla. Die Kriterien sind Seltsame – sie reichen vom Wodka bis zum Schwitzbad.
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So ganz ernst gemeint ist die Sache nicht, und außerdem wimmelt sie von Klischees, bei denen die Petersburger verwundert den Kopf schütteln. So meint die Times, im Winter „tauchen die Liebespärchen, um sich zu erwärmen, von einer Wodka-Bar in die nächste“.
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Im Sommer dagegen „ziehen sich alle aus, und die Stadt verwandelt sich in ein großes Restaurant“. Ja, ja – der Bär steppt in unserem nordischen Sommer, der, wie schon Puschkin wusste, doch nichts weiter ist als „eine Karikatur der südlichen Winter – kaum taucht er auf, ist er auch schon wieder weg“.
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Sado-Maso in der Banja Konkret raten die Journalisten der Times ihren Lesern, die Erkundung des sexuellen Petersburg im Jussupow-Palais zu beginnen. Ja, genau dort, wo vor nun bald 100 Jahren auf so schön-schaurige Art der Zarengünstling und Lüstling Rasputin auf gleich mehrere Arten umgebracht wurde, bevor er zum Schluss dann doch in der Newka ertrank.
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Aber nicht Rasputin ist im Palast an der Moika die Quelle der Erotik, sondern die Angewohnheit des damaligen Hausherrn Felix Jussupow, sich als Frau zu verkleiden und so ins Theater zu gehen – will jedenfalls die Times so gelesen haben.
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Besser als Frauenkleider ist nur der Besuch in der öffentlichen Banja im Kasatschi Pereulok. In dieser „brennend heißen kommunalen Badewanne der Stadt“ muss man „sich ausziehen und gegenseitig mit Birkenblättern peitschen, damit das Blut besser zirkuliert“. Dies, sei kommentiert, gehört dann schon etwas in die Sado-Maso-Ecke.
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Iljitschs Ruf und „Rasputins Teil“ auf der Furschtadtskaja Absteigen sollte der sexuell orientierte Petersburg-Besucher am besten im Hotel „Europa“ (Wodka und Kaviar inklusive…). Zum Essen geht’s dann in das schrille Sowjetnostalgiker-Restaurant „Iljitschs Ruf“ (gemeint ist Wladimir Iljitsch, also Lenin), denn dort „verbinden sich Stalin und Sex“.
Ja, und ein Besuch im Erotikmuseum auf der Furschtadtskaja darf natürlich auch nicht fehlen. Da achte der geneigte Besucher „ganz besonders auf das 30 Zentimeter private Teil von Rasputin“, (übrigens in Spiritus eingelegt), empfehlen die Londoner „Sextourismusjournalisten“. Und unbedingt ins Ballett muss der Weg führen, sonst könnte man gleich zu Hause bleiben!
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Alle sexuellen Gelüste sind eingefroren Auf Platz eins der Liste steht übrigens Rom, gefolgt von Havana und London. Weiter folgen New York und Berlin, wo man laut Times „halbnackt die ganze Nacht in den Klubs tanzen kann“. Vor Petersburg landet nur noch Paris, hinter ihm folgen Sevilla, Tanger, Stockholm und Istanbul.
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Das Internet-Stadtjournal Fontanka.ru nimmt den ehrenvollen siebten Platz zum Anlass, ihre Leser zu fragen, ob sie Petersburg ebenfalls für so furchtbar erotisch halten wie die Engländer. Bezeichnend: Die Mehrheit macht ihr Häkchen bei der Antwort: „Was für Sex? Wir haben uns alles abgefroren!“ Und an diesem Punkt hat uns die schnöde Realität dann wieder eingeholt…
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