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| Der Held des Tages: Arshawins Fernschuss nötigte sogar den Franzosen Applaus ab (foto: andreyarshavin.narod.ru) | |
Freitag, 10.03.2006
UEFA-Cup : Zenit schlägt sich wacker in Europa
St. Petersburg. Mit einem 1:0-Auswärtssieg bei Olympique Marseille wahrt sich Zenit die besten Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale des UEFA-Pokals. Die Torausbeute hätte dabei locker höher ausfallen können.
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So richtig ernst hatten die Franzosen den Petersburger Verein im Vorfeld der Begegnung nicht genommen. Und wurden prompt dafür bestraft. Marseille kassierte nicht nur ein Gegentor auf eigenem Platz – die Kicker ließen sich von den Petersburgern derart aus dem Gleichgewicht bringen, dass ihrem besten Mittelfeldspieler und Aushängeschild Franck Ribery die Nerven durchgingen und er in der 70. Minute mit Gelb-Rot vom Platz musste.
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Es ging gleich munter los
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Cheftrainer Petrzela schickte seine Schützlinge mit der für Zenit außergewöhnlichen Aufstellung 3-5-2 auf den Platz des Stade Vélodrome. In dieser Formation spielten die Petersburger unter Petrzela überhaupt erst zum dritten Mal. Statt sich zunächst ängstlich umzusehen und einzugewöhnen, gingen die Petersburger gleich zur Sache.
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Bereits in der 5. Minute hatte Skrtel die erste große Chance, ließ das Leder aber an Frankreichs Nationalhüter Barthez abprallen. Die Franzosen kamen erst in der zweiten Hälfte der ersten 45 Minuten richtig ins Spiel. Eine fast hundertprozentige Torchance von Lamouchi scheiterte an Zenits Keeper Malafejew.
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Zenit vergibt die dicksten Chancen
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Zur Pause hin ließ Zenits Druck merklich nach, aber nach dem Wideranpfiff waren die Petersburger erneut aktiver und sicherer als die Gastgeber. In der 51. Minute erfolgte dann die ersehnte und hoch verdiente Führung durch einen filigran eingefädelten Fernschuss von Arschawin.
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Danach war bei Olympique die Luft raus. Statt Fußball zeigten sie jetzt immer mehr grobe Ausfälle. Das ganze gipfelte in der 70. Minute in der zweiten gelben Karte für Ribery, der seiner Mannschaft mit seinem unkontrollierten Verhalten einen Bärendienst erwies: Nach seinem Platzverweis brach Olympique völlig zusammen, zudem wird er beim Rückspiel in St. Petersburg fehlen.
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Zenit vergab dagegen eine gute Chance nach der anderen. Trifonow scheiterte nach einer wunderbaren Vorbereitung durch Kershakow ein Mal an der Latte, dann ein zweites Mal an Barthez. Dessen Glanzparaden machte später auch noch einen Schuss von Kershakow zunichte.
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Die beste Gästevorführung des Abends
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Natürlich ist mit diesem Sieg noch nichts entschieden. Zenit muss am kommenden Donnerstag zuhause noch einmal in die Vollen gehen. Bezeichnend ist jedoch erstens, dass die Petersburger es gelernt haben, einen soliden westeuropäischen Club vor eigener Kulisse derart aus dem Konzept zu bringen.
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Zweitens ist Zenit der einzige Verein, der in den acht Spielen des Achtelfinals am Donnerstagabend überhaupt auswärts zu einem Torerfolg kam. Alle anderen spielten entweder zu Null oder mussten sich den Gastgebern geschlagen geben. Damit hat sich Zenit vernünftige Grundvoraussetzungen für den Einzug ins Viertelfinale geschaffen.
(-sb/.rufo)
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