 |
|
| Der Umzug der Kriegsmarineführung in die Admiralität ist nicht zuletzt eine Kostenfrage. (Foto: ld/.rufo) | |
Freitag, 19.06.2009
Umzug der Marine nach Petersburg verzögert sich
St. Petersburg. Der für den Herbst 2009 geplante Umzug der russischen Kriegsmarineführung von Moskau nach St. Petersburg wird wegen Finanzierungsproblemen verschoben, aber nicht aufgehoben.
|
|
Dies teilte am Freitag der Oberkommandierende der Kriegsmarine und Admiral Wladimir Wyssozki mit. Auf einer Pressekonferenz ließ er verlauten, der Umzug werde auf jeden Fall stattfinden, nur das Tempo müsse wegen Geldmangel ein wenig reduziert werden.
|
Sollte die Flottenführung ursprünglich schon im Herbst 2009 im alten Admiralitätsgebäude in St. Petersburg Einzug halten, so sollen nun bis zum Herbst dieses Jahres lediglich die Fristen für den Umzug geklärt werden.
|
Stürmische Polemik
|
Zum ersten Mal wurde Ende 2007 öffentlich von einem möglichen Umzug der Kriegsmarineleitung nach Petersburg gesprochen. Generalstabsleiter Nikolai Makarow hatte die Entscheidung damit begründet, St. Petersburg sei für die Flotte „ein historischer Ort“ und Moskau „mit Militärstrukturen überladen“.
Die Ankündigung löste sofort heftigste Diskussionen aus. Die Gegner sind der Ansicht, die Auflösung der alten Strukturen würde die Verteidigungsfähigkeit des Landes gefährden.
Befürworter sehen Petersburg dagegen als „idealen Ort“ für den Flottengeneralstab – wegen der hoch entwickelten Infrastruktur, den vielen Werften und den Seekadettenhochschulen.
|
Bis zu einer Milliarde Euro Kosten
|
Die Gegner des Projekts verweisen zudem auf die sehr hohen Kosten, die mit dem Umzug verbunden sind. Die Einschätzungen schwanken zwischen 26 bis 50 Millionen Rubeln (600 Mio. bis 1,15 Mil. Euro).
|
Und das allein für den Umzug. Nicht einbezogen sind dabei die Kosten für den Neuaufbau des Schutzsystems für die Flotteneinheiten und ihre Lenkung.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>