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| Das neue Leben in den herrlich restaurierten historischen Räumen läuft sehr langsam an. Foto: newsru.com | |
Dienstag, 27.05.2008
Verfassungsgericht startet mit großen Hindernissen
St. Petersburg. Am heutigen Dienstag soll im alten Gebäude des Senats und der Synode am Dekabristenplatz die erste Sitzung des Verfassungsgerichts stattfinden. Es hapert jedoch noch mächtig an der Infrastruktur.
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Der Umzug der Verfassungsrichter von Moskau nach St. Petersburg war offiziell am 21. Mai abgeschlossen. Seither kämpfen die bisher 60 Mitarbeiter des hohen Gremiums gegen den Mangel an Personal, Technik und sogar elementarem Schreibpapier.
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Der erste Arbeitstag war für die Neu-Petersburger eine herbe Enttäuschung – in den Kabinetten des aufs Allerfeinste restaurierten Gebäudes an der Newa gab es keine Telefone, keine Computer und nicht einmal Papier zum Schreiben.
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Die Putzfrauen stehen Schlange
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Erst am Montag wurde endlich das Internet angeschlossen. Die ganze Woche störten Handwerker den Arbeitsablauf im Gericht. Und nicht nur die: Es mangelt an allen – von Juristen bis zum technischen Personal. Die meisten der etwa 1.000 Kabinette sind noch leer.
Gestern hatten sich am Gerichtsgebäude Frauen eingefunden, die sich um einen der vielen Putzfrauenjobs bewerben. Die Aussicht auf 9.000 Rubel im Monat bei einem vierstündigen Arbeitstag lockte nicht wenige Anwärterinnen an.
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Erste Sitzung ohne den Vorsitzenden?
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Gerüchten zufolge kommt zur heutigen Eröffnungssitzung nicht einmal der oberste Verfassungsrichter Valeri Sorkin. Anscheinend liegt er im Krankenhaus. Aus diesem Grund werde alles in bescheidenem Rahmen ablaufen, ohne das geplante Begrüßungsbankett, schreibt „Wedomosti“.
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Nicht nur der Arbeitsplatz der Verfassungsrichter in Rossis klassizistischem Meisterbau mit Blick auf den Ehernen Reiter ist noch weit weg vom Idealzustand. Auch das gerade errichtete Wohnstädtchen soll noch „kalt und feucht“ sein, außerdem funktionieren die Fahrstühle nicht.
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Der verantwortliche Unternehmer weißt alle Vorwürfe zurück – das Haus sei bezugsfertig. Einer der auf dem Gelände tätigen Bauarbeiter gab jedoch zu, dass die Abnahme des Hauses erst für 25. Juni geplant sei und noch an der Innenausstattung gearbeitet werde. Drumherum ist eine Baubrigade gerade mit dem Asphaltieren beschäftigt.
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