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| In Sachen Straßenbau gibt es in St. Petersburg große Pläne (foto: archiv/rufo) | |
Montag, 05.03.2007
Vier Bewerber um Autobahnprojekt in Petersburg
St. Petersburg. Um den etwa 2,4 Milliarden Euro schweren Auftrag zum Bau und Betrieb einer Nordsüd-Stadtautobahn durch St. Petersburg haben sich vier internationale Konsortien beworben. Wer den Zuschlag bekommt, soll am 1. Oktober feststehen.
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Erstmalig wird dabei in Russland auf Basis eines neuen Gesetzes vom Staat eine Straßenbau-Konzession vergeben, die zur Hälfte eine Finanzierung von privater Seite vorsieht. Der Auftragnehmer erhält dafür das Recht, auf der Strecke 30 Jahre lang Maut zu kassieren.
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Deutsche und Österreicher unter den Bewerbern
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Beworben haben sich ein in Salzburg beheimatetes Konsortium unter Beteiligung der Deutschen Bank und dem dortigen Baukonzern Alpine, eine deutsch-französisch-russische Gruppe um den deutschen Baukonzern Hochtief AG, der spanische Baukonzern OHL Group und eine holländisch-türkisch-südafrikanische Allianz. Alle Bewerber bringen nach Aussagen des russischen Wirtschaftsministeriums Erfahrungen bei vergleichbaren Projekten mit.
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Vorgesehen ist der Bau einer 46 Kilometer langen Stadtautobahn. Der sogenannte „westliche Schnell-Diameter“ (SSD) soll nicht nur das Stadtzentrum vom Durchgangsverkehr entlasten, sondern auch den Petersburger Hafen an die neue Ringautobahn und die Fernstraßen in Richtung Moskau und Finnland anbinden. Da die bis zu acht Spuren breite Trasse die Newa-Mündung und dicht bebaute Quartale quert, sind aufwändige Brücken- und Tunnellösungen nötig.
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Russland bietet weiter Straßenbau-Konzessionen an
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Noch im März will der russische Staat drei weitere Konzessionen ausschreiben: Dabei geht es um den Bau des ersten 43 Kilometer langen Abschnitts der Autobahn Moskau-St. Petersburg, eine Autobahnumfahrung von Odinzowo im Westen Moskaus auf der Strecke nach Minsk sowie einen Straßentunnel unter der Newa in St. Petersburg.
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In St. Petersburg wurden unterdessen die Zeitpläne zum Weiterbau der Ringautobahn KAD korrigiert: Einerseits soll das dringend notwendige vier Kilometer lange Teilstück zwischen der Moskauer und der Pulkowoer Chaussee noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Damit bekommt der Petersburger Flughafen Pulkowo ein halbes Jahr früher als geplant seinen Autobahnanschluss.
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Flaschenhälse an Ringautobahn bleiben vorerst
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Andererseits musste die staatliche Baudirektion eingestehen, dass der für 2007 versprochene achtspurige Ausbau des Teilstücks bei Rshewka im Osten und der zehn Kilometer von der Newa-Hängebrücke bis zur Fernstraße nach Moskau in diesem Jahr doch nicht zu schaffen ist. Beide Abschnitte sind momentan in einem provisorischen vierspurigen Betrieb – und nach Unfällen immer wieder total blockiert. Insgesamt werden 2007 an der KAD vom Staat umgerechnet 685 Mio. Euro investiert.
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Auch die Stadtverwaltung verkündete für dieses Jahr große Straßenbaupläne. So soll der stark belastete Ligowski Prospekt zwischen Moskauer Bahnhof und Obwodny Kanal 2007 komplett saniert werden. Teilweise werden dabei die Straßenbahnschienen entfernt. Während der Bauarbeiten wird sich das notorische Verkehrs-Chaos in diesem Bereich allerdings wohl nochmals verschärfen.
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Darüber hinaus kündigte der Smolny an, im äußersten Nordwesten der Stadt an der Kreuzung von Primorski Prospekt, Uliza Sawuschkina und Uliza Planjornaja einen aufwändigen Verkehrsknoten mit Tunnel und Straßenbrücken zu errichten. (ld/.rufo/St. Petersburg)
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