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| Die Waganowa-Akademie belegt seit knapp 170 Jahren die rechte Seite der Rossi-Straße. Foto: spbfoto.spb.ru | |
Freitag, 15.09.2006
Waganowa-Ballettakademie bekommt ein neues Kleid
St. Petersburg. Die altehrwürdige Balletthochschule an der Rossi-Straße, aus der weltberühmte Größen wie Kschessinskaja, Pawlowa, Fokin, Ulanowa, Nurejew und Baryschnikow hervorgegangen sind, wird mit Unterstützung der Petersburger Stadtregierung restauriert.
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Jeder Petersburg-Besucher ist begeistert, wenn er Rossis Musterstraße des Klassizismus betritt: 220 Meter lang, 22 Meter breit und 22 Meter hoch ist diese Hymne an die architektonische Wohlproportioniertheit. Eine Seite der weltberühmten Straße belegt die ebenfalls in der ganzen Welt anerkannte Waganowa-Ballettakademie, die seit bald 270 Jahren „Kaderschmiede“ für das russische Ballett ist.
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180 Jahre ohne grundlegende Überholung
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Das Gebäude, in dem die Akademie seit 1836 ihre Zöglinge ausbildet, stammt aus dem Jahre 1828 und ist ein Werk des berühmten Klassizismus-Baumeisters Carlo Rossi. Im Laufe von 180 Jahren gab es hier nur kosmetische Ausbesserungen, und so ist die ganze Anlage längst renovierungsbedürftig.
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Gouverneurin Valentina Matwijenko schätzte die Räume der Akademie bei ihrem Rundgang als “sauber, aber ärmlich” ein und verkündete daraufhin, die Stadt werde für die Instandsetzung nicht “auf Almosen aus dem Kulturministerium” warten, sondern 2007 erst einmal 170 Millionen Rubel aus dem Haushalt bewilligen.
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Insgesamt wird die Restaurierung des unter Denkmalschutz stehenden Hauses an die 700 Millionen Rubel (knapp 20,6 Millionen Euro) kosten. Vera Dementjewa, Leiterin der Petersburger Denkmalschutzbehörde, unterstrich die Dringlichkeit des Vorhabens mit der Information, viele hölzerne Zwischendecken des historischen Gebäudes seien baufällig, und das Lehrtheater der Akademie sei bereits einsturzgefährdet.
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Beengte Verhältnisse im Wohnheim
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Glücklich über die Bereitschaft der Stadtherrin, der Ballettakademie finanziell unter die Arme zu greifen, brachte Rektorin Vera Dorofejewa ein weiteres dringendes Problem zur Sprache. Im Hof der Hochschule leben etwa 100 Schüler in einem Internat in derart beengten Verhältnissen, dass sie in Etagenbetten schlafen müssen.
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Außerdem leben im Hof zehn Familien in einem Wohnheim des Mariinski-Theaters. Deren Wohnverhältnisse lassen mehr als zu wünschen übrig, sie müssen dringend mit adäquatem Wohnraum versorgt werden. Auch sie werden hoffentlich von der Initiative der Gouverneurin profitieren.
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(sb/.rufo)
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