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| Das Gedrängel im Petersburger Obdachlosenzelt liegt an der momentanen sibirischen Kälte. (Foto: 100tv) | |
Freitag, 22.01.2010
Wochenende beschert Petersburg „sibirische Kälte“
St. Petersburg. Zumindest die Nächte werden am kommenden Wochenende richtig empfindlich kalt – bis zu 26 Grad Frost. Für Petersburgs Obdachlose ist die momentane Kälte eine harte Prüfung.
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Der kälteste Winter seit 23 Jahren ist das in diesem Jahr, sagen jedenfalls die Meteorologen. Erst fiel im Dezember jede Menge Schnee und versorgte die Stadt mit Schneebergen, die vielerorts bis jetzt nicht geräumt sind. Und dann wurde es immer kälter.
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Dieses Wochenende bringt sehr frostreiche Nächte – bis zu 26 Grad in der Stadt; im Leningrader Gebiet können es auch 33 werden. Tagsüber macht der helle Sonnenschein, in dem die Stadt wie ein Wintermärchen glitzert, den Frost etwas milder. Mehr als 16-18 Grad starken Frost wird es wohl nicht geben.
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Die Durchschnittstemperaturen für den Januar liegen etwas mehr als vier Grad unter der Norm. In Zeiten der Erderwärmung mag das verwundern. Ein Blick in die Geschichte Petersburgs zeigt – es hat schon viel kältere Winter gegeben.
So war zum Beispiel der Blockadejanuar 1942 im Schnitt 18,7 Grad kalt. Bis dahin ist es Gott sei Dank jetzt noch weit – die angenommene Durchschnitts- temperatur für Januar wird bei minus 10,4 Grad liegen.
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Aufwärmzelte für Obdachlose überfüllt Am härtesten trifft der Frost die Obdachlosen. Es gibt zwei Aufwärmzelte in der Stadt, und beide sind zurzeit überfüllt. Sie stehen im Süden des Stadtzentrums und im Norden von St. Petersburg und sind zwischen 22 Uhr und sieben Uhr in der Früh zugänglich.
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Die Obdachlosen bekommen dort eine warme Mahlzeit und heißen Tee. Kommen kann jeder, unter einer Bedingung: Es darf kein Alkohol mitgebracht und getrunken werden. Wegen der hohen Frequentierung geht den Betreuern das Geld aus und leider ist die Finanzierung durch die Stadt und Privatspenden sehr dünn.
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