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| Biertrinken und -verkauf ist auch nach der Gesetzreform noch nachts erlaubt (Foto: newsru) | |
Donnerstag, 01.06.2006
Wodka-Nachtverbot an der Newa
St. Petersburg. Die Petersburger Parlamentarier verabschiedeten gestern das Verkaufsverbot von harten Getränken zwischen 23 und 7 Uhr. Spirituosen dürfen in diesen Stunden nur noch in Restaurants und Bars verkauft werden.
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Damit hat die entsprechende Gesetzesinitiative vom Anfang dieses Jahres ein härteres Gesetz auf den Weg gebracht, als zunächst angenommen wurde. Während die Eingabe der Deputierten Ausnahmen für den Wodkaverkauf in Supermärkten vorgesehen hatte, betrifft das nun beschlossene Verbot alle Geschäfte.
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„Nach 23 Uhr soll überhaupt keiner mehr trinken!“
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Während die Parlamentarier das Spirituosenverbot in der ersten Lesung abschmetterten, stimmten sie nun einstimmig für die radikalste aller Varianten – den völligen Verkaufsstopp in der Nacht. Die Initiative dazu war von der Stadtregierung ausgegangen. Laut Vizegouverneur Michail Ossejewski ist das Gesetz „ein richtiger Schritt, getragen von der Sorge um die Gesundheit der Bürger“.
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Dieser Meinung ist auch Nikolai Archipow aus dem Smolny-Komitee für Wirtschaftsentwicklung, Industriepolitik und Handel: „Nach 23 Uhr soll überhaupt keiner mehr trinken. Der Handel mit Alkohol muss allen verboten werden, denn in der Nacht gibt es keine Milizkontrollen, und das heißt, dass illegale oder gepanschte Ware verkauft werden kann.“
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Zurück zu Gorbatschows Prohibition?
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Doch genau das befürchten die Gegner des rigiden Gesetzes – das Abrutschen des Alkoholverkaufs in die Illegalität. Gibt es in der Nacht nichts legal zu erwerben, findet sich schnell ein Weg, sich den Stoff illegal zu besorgen. Weniamin Grabar, Direktor einer Wodkafabrik, sagte gegenüber der Internetzeitung Fontanka.ru:
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„Auf diese Weise schaffen die Abgeordneten in der Stadt einen riesigen Schwarzmarkt zum Vertrieb von illegaler Ware, die in Südrussland hergestellt wird. Wir kehren zu dem zurück, was wir vor genau 20 Jahren hatten.“ Er spielt damit auf die Situation nach dem von Michail Gorbatschow verhängten Alkoholverbot an.
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Damals blühte der Schwarzmarkt. Und nicht nur das: Wie viele Menschen an gepanschtem Fusel starben, kann man nur erahnen.
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(-sb/.rufo)
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