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Auch dieses Werk ist in St. Petersburg zu sehen (Foto: Fontanka)
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Donnerstag, 24.07.2008

Festival der experimentellen Kunst in der Manege

St. Petersburg. Wer ein Faible hat für das moderne Experiment in der Kunst, sollte am Wochenende unbedingt die Petersburger Manege aufsuchen. Dort ist bis Sonntag das VII. Festival der experimentellen Kunst zu sehen.

Innerhalb kürzester Zeit hat Petersburg schon das zweite Großereignis der modernen Kunst zu bieten. Zuerst zeigte die Manege die Erste Biennale der modernen Kunst und nun, nur zwei Wochen später, folgt das seit 1997 alle zwei Jahre fällige Festival der experimentellen Kunst.

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Ausstellungssaal nur zur Hälfte gefüllt


Etwa 100 Künstlerinnen aus 20 Ländern sind in diesem Jahr angereist, um ihre Performances, Installationen, Foto-Projekte, Video-Installationen und Computer-Projekte vorzustellen.

Der riesengroße Saal des Ausstellungszentrums ist bei Schauen traditioneller Kunst eigentlich fast immer ein Mittel, auch die beste Ausstellung in einen Flop zu verwandeln. Dies gilt allerdings nicht bei Veranstaltungen, bei denen Performance und Installation das Sagen haben.
Die brauchen viel Platz und Raum. Beim VII. Festival der experimentellen Kunst fällt jedoch trotzdem auf, wie leer es ist. Der Grund: Einige Künstler kamen mit ihren Arbeiten nicht durch den russischen Zoll.

Der russische Zoll als Feind der modernen Kunst


Das passiert nicht zum ersten Mal. Wenn es bei der Biennale die Polen waren, die auf ihre Teilnahme verzichten mussten, sind es nun die Italiener. Marina Skobkina als Organisatorin der Veranstaltung erzählte der Online-Zeitung Fontanka.ru, es sei unmöglich, den Ansprüchen der Zollbehörden gerecht zu werden.

„Da sammelst du fast 100 Papiere jeder Art an, kommst hin und hörst, dass irgendwas fehlt. Nicht konkret, was fehlt, sondern irgendwas.“ Reine Schikane! Da haben es natürlich die Künstler leichter, die mit Videokamera und CDs anreisen oder einfach sich selbst präsentieren.

So wie zum Beispiel der japanische Performancekünstler Kazu Yanagi, der mit „kosmischer Energie“ und der Energie des Publikums eine One-Man-Show darbietet, bei der er durch eigene Körperbewegungen ein überdimensionales „Bild“ zaubert.

Viel seriöser als früher


Die finnische Künstlerin Paula Sammela führt die Besucher in ein dunkles Kämmerlein und macht dort geheimnisvolle Experimente mit ihnen. Bei der Biennale hatte sie noch an Seilen unter der Decke der Manege gehangen und Eremitage-Direktor Piotrowski in helle Aufregung versetzt: Er konnte einfach nicht glauben, dass da ein lebendiger Mensch und keine Puppe hing.

Was auffällt bei der Schau: Die provokatorischen Elemente früherer Jahre haben philosophischeren Herangehensweisen Platz gemacht. Wo die Künstler früher das Publikum schocken wollten, soll es heute zum Nachdenken veranlasst werden. Die Töne sind leiser und zarter geworden, aber umso ausdrucksvoller.



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