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| Frauen gehören beim "11.Block" der Zenit-Fans dazu (Foto: sb/.rufo) | |
Donnerstag, 05.03.2009
Frauen und Fußball: Ein Blick aus dem Stadion
St. Petersburg. Auch in Russland ist der Frauenfußball im Aufschwung. Ein Zeichen dafür: Die Nationalelf fährt zur EM nach Finnland. Aber das Thema Frauen und Fußball ist weiter. Zum Frauentag einige Gedanken dazu.
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So weit wie in Deutschland oder (mehr noch) den USA ist der Mädchen- und Frauenfußball in Russland leider noch nicht, aber immer mehr Vereine richten inzwischen entsprechende Sektionen ein. Solche „Frauschaften“ wie „Zvezda-2005“ aus Perm oder „Rossiyanka“ aus dem Moskauer Gebiet sind inzwischen sogar auf europäischer Ebene bekannt.
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Die Frau und das Stadion Viele Männer rümpfen bis heute die Nase, wenn sie hören, dass auch die weibliche Hälfte der Bevölkerung dem runden Leder hinterher jagen möchte. So mancher Macho russischer Bauart empfindet es ja schon als Zumutung, wenn Frauen ins Stadion gehen und sich unter die männliche Fangemeinde mischen.
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Die Diskussion darüber, was frau eigentlich im Stadion zu suchen hat, kommt immer mal wieder hoch in den Fan-Foren. So unlängst auch bei uns in Block 11 im Petersburger Petrowski-Stadion. Es ging dabei aber nicht um „die Frau als solche“, sondern um „Blondinen mit Stöckelschuhen auf Männersuche“.
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Kein Tummelplatz für gestylte Weibchen Die „richtigen“ weiblichen Fans stehen außer Frage – jene, die lautstark ihre Mannschaft unterstützen und auf den Auswärtsfahrten dem geliebten Klub hinterher nicht mehr wegzudenken sind. Selbst im immer noch patriarchalischen Russland.
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Es geht hier vielmehr um die Frauen, die sich im weiten Stadionrund auf Männersuche begeben und sonst keine Ahnung haben von dem, was da unten auf dem grünen Rasen abläuft. Wie in dem alten Witz: „Wo laufen die denn hin und was macht der Pastor da auf dem Rasen?“
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Solche Frauen werden auch von den „richtigen Fanfrauen“ nicht gemocht und sind verpönt. In diesem Sinne herrscht Solidarität und Einigkeit zwischen Männlein und Weiblein beim Fußball.
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Aber wer sagt denn, dass es am Frauentag nicht auch mal Kommentare geben darf, wo Mann und Frau sich einig sind?
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