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Die Straßenbahn MSO-4 Nr. 2575 hat schon 80 Jahre auf dem Buckel, zuckelt aber immer noch flott durch die Petersburger Innenstadt. (Foto: Gontscharow/.rufo)
Die Straßenbahn MSO-4 Nr. 2575 hat schon 80 Jahre auf dem Buckel, zuckelt aber immer noch flott durch die Petersburger Innenstadt. (Foto: Gontscharow/.rufo)
Montag, 23.04.2012

Frühlingsbeginn mit Retro-Tram und Künstler-Happening

St. Petersburg. Langsam wird es Frühling an der Newa, und da erwacht die Lust, sich draußen umzutun. Eine Retro-Tram-Fahrt quer durch die Innenstadt endete am Sonntag mit einer Kunst-Ausstellung und Teetrinken auf der Straße.

Fotogalerie (Foto anklicken)
Petersburger Retrotram mit der Künstlergruppe "Alte Stadt"
„Tram Alte Stadt“ hieß die Aktion. Etwa 40 Teilnehmer machten mit einer Straßenbahn Baujahr 1933, die 2004 grundlegend überholt wurde und nun für Ausflugsfahrten eingesetzt wird, einen weiten Bogen durch das Petersburger Stadtzentrum von der Wassili-Insel über die Petrograder Seite und über die Newa bis in den westlichsten Winkel der Innenstadt und wieder zurück.

500 Meter vom Meer entfernt


Einen Zwischenstopp gab es am Repin-Platz – dort wo 500 Meter weiter das Meer anfängt, das aber leider durch die Anlagen der Admiralitätswerft versperrt und nicht zugänglich ist. Dort erwartete die Passagiere eine sehr angenehme Überraschung.

Die Künstler der Gruppe „Alte Stadt“ (Stary Gorod) hatten aus dem benachbarten Atelier ihres Gründers und „Anführers“ Jan Antonyschew Bilder und Kunstobjekte an die frische Luft geholt und zu einer kleinen Ausstellung gruppiert.

Bei Russland-Aktuell
• Französische Schnell-Trams werden in Petersburg gebaut (16.11.2011)
• 15-Jähriger klaut Straßenbahn – und spielt ÖPNV (21.10.2011)
• Rückkehr der Straßenbahn ins Petersburger Zentrum (08.04.2011)
• Galgenfrist für Straßenbahnen auf der Petrograder Seite (13.08.2010)

Roskolnikow war auch da


Dazu gab es Tee aus einem echten, mit Holz befeuerten Samowar, dazu Süßes und musikalische Begleitung auf einem Akkordeon. Einer der Mitfahrenden war Dmitri Dostojewski, ein Urenkel des großen Petersburger Romanciers aus dem 19. Jahrhundert, dessen finstere und weniger finstere Helden zum großen Teil in diesem Stadtteil angesiedelt waren.

Dmitri Dostojewski erzählte viele Geschichten aus der bewegten Vergangenheit seiner Familie und ließ sich gern mit einer winzigen Skulptur von Rodion Raskolnikow fotografieren, dem unglücklichen Titelhelden des Romans „Schuld und Sühne“.

Straßenbahnverkehr liegt brach


Nach etwa einer Stunde Aufenthalt machte sich die Tram auf den Rückweg. Bei der Auffahrt auf die Troizki-Brücke gab es ein paar technische Probleme, weil die Gleise seit Jahren nicht mehr regelmäßig genutzt werden – der Straßenbahnverkehr auf der Sadowaja bis über die Newa liegt seit geraumer Zeit brach.

Allein die Retro-Tram ist hier von Zeit zu Zeit anzutreffen. Viktor Turalin, der Organisator dieser Fahrten, macht diese ungewöhnlichen Stadt-Führungen mehrmals im Jahr. Jetzt denkt er über eine alternative Route nach, um dem Angebot mehr Vielfalt zu verleihen.



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