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Die Hamburger Hafenfähre Reeperbahn ist von der Elbe an die Newa gewechselt. (Foto: elbdampfer-hamburg.de)
Die Hamburger Hafenfähre Reeperbahn ist von der Elbe an die Newa gewechselt. (Foto: elbdampfer-hamburg.de)
Freitag, 20.08.2010
Aktualisiert 23.08.2010 18:16

Hamburger Reeperbahn schippert jetzt über die Newa

St. Petersburg/Hamburg. Die legendäre Hafenfähre „Reeperbahn“, auf der schon die Beatles die Elbe unsicher machten, hat in Petersburg festgemacht. Einmal pro Woche wird ab sofort unter Musikbegleitung Kronstadt angesteuert.

Im Internet
• Die Promotion-Website des Petersburger Musik-Projekts

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In den 60er und 70er Jahren hielten „junge und wilde“ Rockmusiker, ihre Pressekonferenzen auf der „Reeperbahn“ ab – jetzt dient sie Petersburger Rockern als Auftrittsplattform und nebenbei, wie einst in Hamburg, als Party- und Ausflugsschiff.

Mit Konstantin fing alles an


Statt Elberundfahrten absolviert das Schiff ab sofort (und erst einmal bis Ende der Petersburger Schifffahrtssaison) jeden Samstag einen Dreistundentörn zu den Forts vor Kronstadt, während auf der Bühne altbekannte und junge Musiker einen Einblick in ihr Können geben.

Bei Russland-Aktuell
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Sein Besitzer, die Firma „Treti park“, war völlig zufällig auf das Schiff gestoßen. Die ursprüngliche Idee war, auf den schlimmen Zustand des Forts „Konstantin“ aufmerksam zu machen. "Wir wollen das Fort restaurieren und brauchen dafür natürlich Geld“, zitiert Fontanka.ru Kirill Djakowski, den Direktor des Unternehmens.

„Unsere Idee: Wir eröffnen eine Ausflugsroute vom Fort Konstantin zu allen anderen Forts. Aber da stellte sich heraus: In Petersburg gibt es kein einziges Passagierschiff, das vom Fort ablegen kann. Also nahmen wir die Suche im Ausland auf.“
Karten und Anfahrt
Die nächste Tour der \"Reeperbahn\" steigt am 28. August um 19 Uhr. Einzelinteressenten können unter 7921-941-35-21 Tickets bestellen; sie kosten 1.000 bzw. 1.500 Rubel. Von der Metrostation \"Tschornaja Retschka\" gibt es einen kostenlosen Shuttle-Bus zum Fort Konstantin und zurück.

Überwinterung in Eis und Schnee


In Hamburg wurden die Leute vom „Treti park“ fündig. „Die Deutschen boten uns die Fähre an, und als sie uns seine Geschichte erzählten, konnten wir nicht mehr Nein sagen.“ Die 1954 für die Reederei HADAG gebaute „Reeperbahn“ diente nämlich als Vergnügungsdampfer auf der Elbe.

Und „nebenbei“ absolvierten damals noch unbekannte und heute weltberühmte Musiker wie die Beatles, Queen und die Rolling Stones dort ihre Pressetermine. Die „Reeperbahn“ schipperte noch bis 2008 über die Elbe und sogar bis nach Helgoland. Nach einer Generalüberholung konnten die stolzen neuen Besitzer den Kahn Ende 2009 nach Petersburg überführen.
Gefangen in Eis und Schnee: Die Reeperbahn im Petersburger Hafen. (Foto: elbdampfer-hamburg.de)
Gefangen in Eis und Schnee: Die Reeperbahn im Petersburger Hafen. (Foto: elbdampfer-hamburg.de)

Ein Symbol


Dort erwartete die „alte Dame“ erst einmal die Überwinterung im bitterkalten und vereisten Petersburger Hafen. Ihre Jungfernfahrt in der neuen Heimat absolvierte sie Ende Juni. Alexander Ljapin, der künstlerische Leiter des Projekts und einstige Gitarrist der Leningrader Musiklegenden „Aquarium“ und „Popmechanika“, erzählt:

„Unsere Generation ist mit den Beatles groß geworden, und deshalb ist diese Fähre für uns ein Symbol." Djakowski fügt hinzu: „Wir brauchten gar keinen fragen, ob er bei uns auf dem Schiff spielen will – die Leute kamen ganz von allein an, als sie von der Fähre hörten.“

Mit diesem Projekt erhält die seit langem bestehende Partnerschaft zwischen Hamburg und St. Petersburg eine neue und spannende Facette. Da kann man nur frischen Wind in den Segeln wünschen und: Ahoi!



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