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| Blau und weiß sind die Farben von Zenit und die Farben der Stadt. Foto: fontanka.ru | |
Montag, 26.05.2008
Karneval in Petersburg war eine Feier für Zenit
St. Petersburg. „Wasser, Wasser, ringsum nur Wasser!“ So lautete die Devise des diesjährigen Karnevals in St. Petersburg. Hauptheld des Umzugs wurde aber – wen mag es verwundern? – UEFA-Pokal-Held Zenit.
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Wie in jedem Jahr, war der Karneval dem Gründungstag der Stadt gewidmet, der sich 2008 zum 305. Mal jährt. Im Unterschied zu den vergangenen Jahren hatten die Jecken gleich zwei Tage die Macht in der Metropole an der Newa.
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Letztes Jahr hatte die Devise „Stadt der Sonne“ das Himmelskontor zu einem Sturzregen veranlasst und das Fest verdorben. Dieses Jahr waren die Organisatoren vorsichtiger und machten das Wasser gleich zum Hauptthema.
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Es gab in dem von jedem Stadtteil thematisch bestückten Festumzug über den Newski Prospekt zum Schlossplatz jede Menge Boote, Schiffe (sogar die „Titanic“ mit zwei Skeletten an Bord), Meeresjungfrauen und sonstige Seesymbolik – der Held des Tages war aber zweifellos der mit dem schön maritimen Blauweißblau ausgestattete Fußballverein Zenit St. Petersburg.
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Das Wasser hatte Zenit-Farben
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Ein Stadtteil zog sogar einen als Fußballfeld dekorierten Wagen über die Karnevalsmeile; der Karnevalskönig Sergej Migizko (ein bekannter Schauspieler und bekennender Zenit-Fan) hatte sich einen Vereinsschal umgehängt, die kurzzeitig entmachtete Gouverneurin Valentina Matwijenko schloss ihre Eröffnungsrede mit einem lauten „Zenit hurra, Zenit ist der Champion!“ ab.
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Nur eins fehlte bei dieser nachgezogenen Zenit-Feier – der UEFA-Pokal selbst. Eigentlich sollte er feierlich durch die Stadt gefahren werden, aber die Organisatoren sahen aus Sicherheitsgründen dann doch davon ab, ihn so hautnah „dem Volk“ zu präsentieren.
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Wassili-Insel ehrt die Knast-Kultur
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Einen völlig unerwarteten Beitrag lieferte der Stadtteil Wassili-Insel. Auf dem Leitwagen prangte eine riesige Faust mit der Tätowierung „Waska“(der Kosename von „Wassili seiner Insel“) statt des offiziellen Stadtteilnamens. Weiter zogen Gefängnispritschen und in gestreifte Roben gekleidete Leute vorbei.
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In dem ganzen blauweißblauen Zenit-Meer war das eine überraschende und gelungene Abwechslung. Und auch das Wetter spielte dieses Mal mit – kein Wölkchen war am Himmel, es herrschte eitel Sonnenschein. Das Wasser blieb also dort, wo es hingehört in dieser Stadt – in den vielen großen und kleinen Flüssen und Kanälen. Vivat St. Petersburg!
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