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| Medwedews Tobolsker Kreml aus der Luft bricht alle Rekorde. (Foto: mr7.ru) | |
Dienstag, 19.01.2010
Medwedew der Star bei Petersburger Weihnachtsauktion
St. Petersburg. Jedes Jahr um Silvester herum malen Petersburger Prominente Bilder und versteigern sie für einen guten Zweck. In diesem Jahr schoss Präsident Medwedew den Vogel ab – sein Foto brachte 51 Millionen Rubel ein.
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Zum Malen eines Ölbildes hatte der vielbeschäftigte Dmitri Medwedew keine Zeit – also schickte er per Eisenbahn ein Foto in seine Heimatstadt. Abgelichtet ist der Kreml von Tobolsk in Sibirien, den der russische Präsident aus der Luft aus einem Hubschrauber aufgenommen hat.
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Das Bild stieß auf großes Interesse, wie Polina Wawilina, die Pressesprecherin des Veranstalters „Zarskoselsker Karneval“, gegenüber dem Petersburger Internetportal MR7.ru mitteilt. Es ging schließlich an Michail Singarewitsch, ein Aufsichtsratsmitglied der Unternehmensgruppe Ilim-Group.
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Kampf zwischen Baumarkt und Papierhersteller Ilim ist als Betreiber einer Reihe von Zellulosewerken der führende Papierproduzent Russlands. Singarewitsch kam extra nach Petersburg und wollte für Medwedews Fotomeisterwerk eigentlich „nur“ 40 Millionen Rubel (930.000 Euro) hinblättern.
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Aber wider Erwarten hatte er bei der Auktion einen hartnäckigen Konkurrenten – den Baumarkt Maxidom. Sein Vertreter bot zum Schluss 50 Millionen, aber Singarewitsch legte noch einmal eine Million drauf und darf das Bild jetzt dort aufhängen, wo er es haben will – in seinem Büro nämlich.
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Putin eingeholt und überholt Knappe 1,2 Millionen Euro konnte die Wohltätigkeitsauktion also allein für Medwedews Werk einstreichen – damit überholt der Präsident seinen Vorgänger Wladimir Putin, dessen Bild 2009 auf die damalige Rekordsumme von 860.000 Euro gekommen war.
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Der Kampf um „Schneller, höher, weiter!“ zwischen dem russischen „Polittandem“ setzt sich damit auf einer bisher unbekannten Ebene, eben der künstlerischen, fort. Medwedew darf sich freuen und Punkte sammeln.
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Auch andere Werke stießen auf das Interesse der Auktionsteilnehmer: Maxidom erwarb – sozusagen als Trostpreis – für 13 Millionen Rubel das Werk „Marmorbrücke“ der Petersburger Gouverneurin Valentina Matwijenko. Ihre Beiträge zu der seit 2006 veranstalteten Auktion erfreuen sich Jahr für Jahr großer Beliebtheit.
Rekordsumme trotz Krise Thema zur Inspiration der Hobbykünstler war in diesem Jahr „ Zarskoje Selo“, dessen 300. Gründungsjubiläum 2010 gefeiert wird. In diesem Sinne hat Medwedew das Thema ja eigentlich verfehlt. Geschadet hat es ihm jedoch nicht.
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Trotz Krise und klammer Geldbeutel erbrachte die Wohltätigkeitsauktion satte 81,5 Millionen Rubel (knapp 1,9 Millionen Euro) – das sind über zehn Millionen Rubel mehr als im letzten Jahr.
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Das Geld soll hauptsächlich Kriegsveteranen zu Gute kommen; ein Teil geht an ein Kinderkrankenhaus und ein Rehabilitations- zentrum für Alkoholiker.
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