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| Das ehemalige Rote Dreieck: Bald Zentrum für alternative Künste? (Foto: mosstroy.ru) | |
Montag, 16.11.2009
Petersburg: Neues Kulturzentrum im alten Roten Dreieck
St. Petersburg. Die Verwandlung des depressiven Industrieareals am Westufer des Obwodny-Kanals ist in vollem Gange. In Zukunft soll die alte Gummischuhfabrik „Rotes Dreieck“ ein Hort für alternative Künste und Rockmusik sein.
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Die 1860 gegründete „Russisch-Amerikanische Gummimanufaktur“ war zu Sowjetzeiten bekannt als Gummiwarenfabrik „Rotes Dreieck“. Die legendäre Produktionsstätte verfiel nach der Wende mehr und mehr und musste 2005 endgültig Konkurs anmelden.
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Die Idee, in den aufgelassenen Werkhallen alternative Kultur einziehen zu lassen, ist nicht ganz neu. So traten in den letzten Jahren bekannte Bands wie „Auktion“, „Picknick“, „Tequila Jazz“ und „Spleen“ auf.
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Alternative Musiker haben in den finsteren Gängen längst ihre Tonstudios eingerichtet – das Areal ist perfekt dafür, denn es gibt keine lästigen Nachbarn, die sich über eventuell zu laute und dröhnende Klänge beschweren könnten.
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Rock- und Untergrundkultur Diese spontanen Regungen von Anhängern alternativer Musikrichtungen sollen jetzt in organisierte Bahnen geleitet werden. Der Initiator nennt sich „Zentrum der Künste“ und will am Obwodny-Kanal Ausstellungen, Konzerte und Theaterstücke veranstalten.
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Pjotr Nemoi, Leiter des Zentrums, sagte gegenüber der Internetzeitung Fontanka.ru: „Wir planen, ein vierstöckiges Gebäude mit 15.000 Quadratmetern Fläche zu belegen. Im Moment arbeiten jeden Samstag Freiwillige, nach dem Aufräumdienst kriegen sie Vorträge über Kunst oder eine Show oder eine Zirkusvorstellung geboten.“
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Zu tun haben die Volontäre mehr als genug: Das Territorium des „Dreiecks“ (so soll das Areal später offiziell heißen) ist übersät von Schutt und kaputtem Gerät. Aber ungeachtet dessen sollen schon in naher Zukunft die ersten Veranstaltungen stattfinden.
Die Ziele sind hochgesteckt: Laut Nemoi will das „Zentrum der Künste“ eine „würdige Konkurrenz“ zu Moskauer Projekten dieser Art werden. In Petersburg gäbe es bisher nichts dieser Art, wo „Theater, Musik, Tanz und Galerie zusammen auftreten“.
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Auch die Denkmalschützer sind froh Unterstützung findet die Initiative auch bei der Stadt und dem Denkmalschutzamt. Es gibt auf dem Territorium noch 150 Jahre alte Ziegelmauern und sogar ein ganzes „Safe-Zimmer“ aus der Zarenzeit“.
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„Hier gibt es eine einzigartige Industrie-Architektur“, sagt Valentina Lelina vom Petersburger Denkmalschutzamt. „Die jetzigen Besitzer kümmern sich um die Restaurierung. Wir sind davon überzeugt, dass ein Kunstprojekt wie dieses dem Gebäude nur gut tun kann.“
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