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| Dies ist nur die Rückseite - und das vor der Renovierung. Jetzt sieht der Palast bedeutend frischer aus (foto: ld/.rufo) | |
Freitag, 16.01.2009
Petersburger Dornröschenschloss wird Haus der Musik
St. Petersburg. Die Restaurierung des einstigen Zarenschlosses an der Moika 122 steht kurz vor der Vollendung. Sergej Rodulgin, ein enger Freund von Putin, soll hier im "Haus der Musik" das Kommando übernehmen.
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Der kleine Palast an der Moika ist ein Bauwerk des deutschstämmigen Architekten Maximilian Messmacher aus den 1880er Jahren und stellt eine interessante Stilmischung zwischen Gotik, Renaissance und Barock dar. Einst war er im Besitz von Großfürst Alexej Alexandrowitsch, einem Sohn von Alexander II.
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Zu Sowjetzeiten residierten hier verschiedene „geschlossene“ Behörden; mit dem Zerfall der Sowjetunion verfiel auch das von jeher einem verwunschenen Dornröschenschlösschen ähnelnde Gebäude immer mehr. Kein Wunder: Nicht ein einziges Mal in 90 Jahren war hier grundlegend renoviert worden.
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Nach langer Depression zu neuem Leben erwacht Der letzte Besitzer war seit 1991 eine ominöse Agentur namens „Modus Vivendi“. Der mit der Pacht verbundenen Auflage, die einst wunderschönen und wertvollen Interieure zu restaurieren, kam die Firma nicht nach. Daraufhin klagte die Stadt sie in einem langen Prozess aus dem Gebäude.
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Nach einer Rekordzeit von zwei Jahren steht die Wiederherstellung des Schlösschens jetzt kurz vor dem Abschluss. Nun gibt es wieder die 100 Quadratmeter große Deckenmalerei im Tanzsaal zu bewundern, genauso wie die Kacheln im Türkischen Bad und die mit Leder überzogenen Wandtafeln im einstigen Kabinett des Großfürsten.
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Eine Residenz für die „Nationalmannschaft der Musik“ Einziehen sollen hier die Konzertagentur „Peterburgkonzert“ und eine „föderale Behörde“ namens „Haus der Musik“, die gerade erst im Entstehen ist. Laut Sergej Pidulgin, dem Leiter des künftigen Hauses der Musik, soll sich hier das Leben der klassischen Musik konzentrieren.
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Konzerte, Meisterklassen, Kurse, thematische Abende, Ausstellungen sollen hier stattfinden. Pidulgin, Cellist und Dozent am Petersburger Konservatorium, schwebt eine Art „Residenz für die Nationalmannschaft der Musik“ vor, in Anlehnung an ein ähnliches Konstrukt für die Fußball-Sbornaja. Pidulgin ist ein alter Bekannter und Freund von Russlands Premierminister und Ex-Präsident Wladimir Putin; er ist Taufpate seiner älteren Tochter.
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Putin hatte dem zu neuem Leben erwachenden Dornröschenschlösschen Ende Dezember 2008 einen Besuch abgestattet. Die damals schon geplante Eröffnung musste aber verschoben werden, weil die Arbeiten noch nicht beendet waren.
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