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| Hier wohnen nur noch Bäume: Verlassenes Areal in Detroit (foto: shrinkingcities.com) | |
Mittwoch, 16.04.2008
Schrumpfende Städte als Kunst- und Forschungsthema
St. Petersburg. Ein Aspekt der Deutschen Woche: In der Peter-und-Paul-Festung gibt es eine Doppelausstellung zum Thema „Schrumpfende Städte“. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem russischen Iwanowo und Leipzig/Halle.
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Seit dem Beginn der Industrialisierung, und damit schon seit fast 200 Jahren, war ein praktisch ununterbrochenes und in den meisten Fällen stetiges Wachstum der Wirtschaft, der Bevölkerung, der Städte und des Wohlstands vieler Länder zu beobachten.
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Das Wachstum schien etwas Selbstverständliches zu sein. Doch diese historische Epoche geht ihrem Ende entgegen. Die Bevölkerung der alten Industriestaaten wie Italien, Deutschland, Japan und Russland schrumpft und der Prozess der Urbanisierung hat dort schon seinen Höhepunkt überschritten. In der Zeit von 1950 bis 2000 war in mehr als 350 Großstädten der Welt ein nennenswerter Rückgang der Bevölkerung und der wirtschaftlichen Aktivität zu beobachten. Das Phänomen des Schrumpfens der Städte geht auf eine ganze Reihe von Transformationsprozessen zurück.
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Verschiedene Gründe für langsames Städtesterben Für ein Forschungsprojekt wurden einige charakteristische Stadträume ausgewählt, von denen jeder seinen spezifischen Schrumpfungsgrund aufweist: In der Region Manchester/Liverpool in Großbritannien wurde die Deindustrialisierung zum Abnahmegrund, in Detroit (USA) die Suburbanisierung; in Hakodate (Japan) waren es demografische Veränderungen.
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In Iwanowo, der russischen Textilregion, waren die Hauptfaktoren schnelle wirtschaftliche und demografische Veränderungen, die auf den Zerfall der Sowjetunion und der sozialistischen Planwirtschaft folgten - während in den deutschen Städten Halle und Leipzig der seit 1989 zu beobachtende Bevölkerungsrückgang durch das Zusammenwirken von Deindustrialisierung, demografischen Prozessen und Suburbanisierung hervorgerufen wurde.
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| Die Koordinaten |
Die Ausstellungen laufen noch bis 27. April. Ort: Peter-und-Paul-Festung, Newskaja Kurtina Linke Seite: Institut Pro Arte, Mo-Fr 11-17 Uhr Rechte Seite: Staatliches Geschichtsmuseum St. Petersburg, tgl. 11-18 Uhr außer Mi |
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Internationales Projekt erstmals in Russland zu sehen Zur Mitarbeit an dem Projekt wurden über 200 Künstler, Architekten, Filmschaffende, Wissenschaftler und Vertreter örtlicher Organisationen und Initiativen hinzugezogen. Nach mehreren großen Ausstellungen in Europa, Nordamerika und Asien zeigt das Projekt „Schrumpfende Städte“ seine Arbeitsergebnisse jetzt erstmals in Russland, wobei über 35 Exponate gezeigt werden.
Die Ausstellung wird in St. Petersburg in der „Newa-Kurtine“ der Peter-Pauls-Festung in zwei Teilen gezeigt: Die kostenlos zu besichtigende Schau im Institut PRO ARTE gibt einen allgemeinen Überblick über die internationalen Forschungen und schafft einen Vergleich zwischen den untersuchten Stadtregionen.
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In der Ausstellung, die in drei Sälen des Staatlichen Geschichtsmuseums von St. Petersburg gezeigt wird, sind dagegen Kunstwerke und Dokumente zu sehen, die mit der Untersuchung von Iwanowo und Halle/Leipzig in Ostdeutschland verbunden sind.
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