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Segelschiffe kreuzen auf der Newa vor der Peter-Pauls-Festung, wie weiland vor 250 Jahren (Foto: ld/rufo)
Segelschiffe kreuzen auf der Newa vor der Peter-Pauls-Festung, wie weiland vor 250 Jahren (Foto: ld/rufo)
Dienstag, 19.05.2015

St. Petersburg macht sich klein – im Maßstab 1:87



St. Petersburg. Wie sah das junge St. Petersburg im 18. Jahrhundert aus? Was Reiseführer und Touristenguides mühsam versuchen, in Worten zu vermitteln, kann man jetzt auch mit eigenen Augen sehen – anhand eines riesigen Modells.


Seit September 2014 ist im obersten Stock des Shoppingcenters „Admiral“ in der Petersburger Innenstadt eine echte neue Touristenattraktion zugänglich – die aber auch geschichtsinteressierten Einheimischen in Verzückung versetzt: Im Maßstab 1:87 – Modelleisenbahnern auch als „H0“ bekannt – wurden auf etwa 500 Quadratmetern wesentliche Elemente des alten Petersburg nachgebaut.

Zar Peter der Däumling


Mit geradezu irrwitziger Akribie haben die Schöpfer der „Petrowskaja Akwatoria“ ihre Stadt mit etwa 25.000 winzigen Persönlichkeiten besiedelt, die – selbstverständlich entsprechend ihrer Epoche, ihres Standes und ihrer Tätigkeit gekleidet – auf dem riesigen Modell ihrer Arbeit oder ihrem Müßiggang nachgehen. Auch Zar Peter I., dessen Beiname „der Große“ angesichts eines 2,5-Zentimeter-Männchens etwas übertrieben erscheint, lässt es sich bei einem Fest auf der Dachterrasse des Menschikows-Palasts gut gehen.

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Trotz aller Geschichtsverbundenheit ist das Stadtmodell aber von Modellbau-High-Tech durchdrungen: Kutschen wie auch Schiffe bewegen sich wie von Geisterhand, abertausende Leuchtdioden glimmen als Laternen, Lagerfeuer oder Lampions. Und bei so einer Anlage schon fast selbstverständlich: Die Besucher können die eine oder andere Szene per Knopfdruck für eine Weile zu Leben erwecken: Da picken dann die Hühner auf einem Bauernhof, Tänzer drehen sich, ein Hafenkran hebt seine Last, Lampenanzünder machen sich an die Arbeit.

Das Stadtmodell steht partiell unter Wasser


Anders als bei Petersburgs größtes Modelleisenbahn, der 800 Quadratmeter großen Anlage „Grand Maket“ (einer Nachbildung von ganz Russland im Kleinen) schwappt auf den großen Wasserflächen des „Aquatoriums“ echtes Wasser – insgesamt 20 Tonnen, sagen die Betreiber. So können Galeeren, Fregatten und Handelsschiffe tatsächlich zwischen Peter-Pauls-Festung, Strelka und dem Schlossufer ihre Kreise drehen.

Dargestellt werden aber auch historische Außenbezirke von St. Petersburg, wie sie sich im 18. Jahrhundert darstellten: ein Stück Kronstadt mit der See-Festung Kronschlot, das Zarenschloss Peterhof sowie das Schloss Oranienbaum mit der schon lange nicht mehr bestehenden „Spielfestung“ Peterstadt.

Auch im Stadtbereich sind viele Objekte und Strukturen dargestellt, die es heute nicht mehr gibt – so zum Beispiel der auf Stelzen in der Newa stehende Lagerhauskomplex Tutschkow Bujan oder der Winterpalast Peters des Großen.

Gerade bei Regenwetter ist das „Petrowskaja Akwatoria“, zentral und verkehrsgünstig gelegen im gleichen Gebäude wie die Metrostation Admiraltejskaja, ein tolles Ziel, um Petersburg besser kennen und verstehen zu lernen.

Besucherfreundlich sind auch die Öffnungszeiten: Täglich von 10 bis 22 Uhr.



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