Das neue Märchen: Putins Bomben sind Grund der Migrantenflut
Syrien-Einigung: Das dicke Ende kommt noch
Startseite


Eine nicht sanktionierte Gay-Aktion auf dem Petersburger Senatsplatz endete vor einem Jahr mit Festnahmen. (Foto: mr7.ru)
Eine nicht sanktionierte Gay-Aktion auf dem Petersburger Senatsplatz endete vor einem Jahr mit Festnahmen. (Foto: mr7.ru)
Donnerstag, 05.07.2012

Trotz Schwulengesetz – erste Petersburger Gay-Parade

St. Petersburg. Die Petersburger Stadtregierung hat der Schwulen- und Lesbenbewegung erstmals eine Gay-Parade genehmigt. Das Meeting am 7. Juli soll vor allem eine Demonstration gegen das skandalöse „Schwulengesetz“ sein.

Die Petersburger LGBT-Aktivisten haben vom Smolny die Genehmigung für einen Marsch und eine Kundgebung im Poljustrowo-Park im Nordosten der Stadt bekommen. Die Aktion ist für den 7. Juli zwischen 11.30 Uhr und 14.30 Uhr vorgesehen.

Eine Demonstration im Stadtzentrum – etwa auf der Englischen Uferstraße, der Millionnaja-Straße oder auf der Landspitze der Wassili-Insel – wurde nicht bewilligt. Die Organisatoren sehen trotzdem einen Erfolg, denn damit ist es erstmals möglich, eine sanktionierte Aktion durchzuführen.

Bei Russland-Aktuell
• Moskau: keine Schwulenparaden auf 100 Jahre hinaus (07.06.2012)
• Nach dem Schwulengesetz: „Wir wollen uns zeigen!“ (24.05.2012)
• SPB: Angriff auf Schwulen-Aktion trifft Gastarbeiter (17.05.2012)
• Erstes Urteil wg. „Schwulenpropaganda“ in Petersburg (04.05.2012)
• Moskauer Duma debattiert umstrittenes Schwulengesetz (19.04.2012)
Die Genehmigung gilt für 1.000 Teilnehmer. Zur Verstärkung der Petersburger Schwulen und Lesben reisen Moskauer Gleichgesinnte an.

“Ein wichtiger Präzedenzfall“


Eine Gay-Parade im Sinne eines karnevalesken Umzugs wird es am kommenden Samstag aber nicht geben. Der Marsch und das Meeting sollen laut Nikolai Alexejew, Russlands bekanntesten Gay-Aktivisten, ein Auftritt für die Rechte sexueller Minderheiten in Russland und gegen das im März in Petersburger ausgesprochene Verbot von „homosexueller Propaganda“ sein.

Wie Alexejew gegenüber der „Iswestija“ erklärt, ist die Genehmigung die Folge von Druck seitens des Europarats. Der beschäftigt sich mit dem Verbot der Moskauer Gay-Paraden in den letzten Jahren und fordert bis September eine Antwort, wie viele solcher Straßenumzüge genehmigt wurden.

„Jetzt haben sie einen Marsch in einem Park erlaubt, und können Europa dann sagen: Wir genehmigen doch!“, so Alexejew. „Das wird ein großer Schritt dafür, dass auch in Moskau solche Veranstaltungen möglich werden. (…) Das ist ein wichtiger Präzedenzfall, der geschaffen werden muss.“



Artikel versenden Druckversion

Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Beachten Sie unbedingt die >>> Regeln für Leserkommentare. Sie können hier oder auch im Forum ( www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.

jich 05.07.2012 - 22:41

Der Druck seitens des Europarats

Wieso, so bescheiden SStroll?

SIE WAREN ES! ALLEIN DURCH IHRE REVOLUTIONÄREN POSTS HABEN SIE DIESEN KURSWECHSEL ERREICHT! EIN SCHÖNER ERFOLG FÜR ALLE VOLLPFOSTEN IN DEUTSCHLAND!


Stoll 05.07.2012 - 20:02

Bravo Russlands Schwule und Lesben.

Der Druck seitens des Europarats hat dieses Schulenverbotsgesetz unterhölt und es wird noch mehr unterhölt werden. Ein schöner Erfolg für die Schwulen und Lesben in Russland.


jich 05.07.2012 - 13:46

Wo ist SStroll?

Diese Nachricht ist doch ein Grund zur Freude! Zwar bleibt nicht viel Raum für Kritik an ´Diktator Putin´, aber wenigsens kann er(bzw die Leute deren Propaganda er schluckt) dann hoffen, dass es wie letztes Jahr bei der Belgrader Gay-Parade Ausschreitungen geben wird und er dafür Putin beschuldigen kann, dass dieser absichtlich nicht genug Polizisten zwecks Sicherheit geschickt hat oder gar seine FSBehemalsKGB-Schläger losgeschickt hat, um die stolzen Schwulen zu verprügeln...


Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>



E-Mail (Zur Registrierung. Wird nicht veröffentlich)

Kennwort

Schnelle Neuanmeldung zum Schutz vor Spam
Klicken Sie hier, wenn Sie sich bisher noch nicht für Kommentare registriert haben.




nach oben
Alle Berichte aus dieser Rubrik
Alle Artikel vom Donnerstag, 05.07.2012
Zurück zur Hauptseite







Das Mariinski-Theater ist so etwas wie der strahlende Nabel des Petersburger Kulturlebens. Aber es gibt auch weitaus weniger pompöse - wenn nicht gar exotische - Veranstaltungsorte. (Foto: Deeg(.rufo)


Die populärsten Artikel der letzten drei Tage


Mail an die Redaktion schreiben >>>



Petersburg intern
Schnelle Stadtnachrichten

31.10.2015224 Tote: Absturz über Ägypten schockiert Russland
19.09.2015Ermordete Zarenkinder werden in St. Petersburg beigesetzt
13.09.2015Neuer russischer Ostseehafen: Bronka geht in Betrieb
13.09.2015Neuer russischer Ostseehafen: Bronka geht in Betrieb
19.05.2015St. Petersburg macht sich klein – im Maßstab 1:87
22.03.2015Opel ade: General Motors räumt den russischen Markt
31.01.2015St. Petersburg: Deutsche Visa auf der Petrograder Seite
23.04.2014Petersburger Wasserbusse fahren 2014 auf längerer Linie
26.03.2014Flughafen-Umzug beendet: Pulkovo-2 wird stillgelegt
04.12.2013Deutschland-Flüge eröffnen neues Terminal in Pulkowo
21.11.2013Bedingt frei: Greenpeace-Aktivisten verlassen Gefängnisse
20.11.2013Wechselberg stiftet Petersburg ein Faberge-Museum
19.11.2013Greenpeace-Fall: Ärztin und Fotograf kommen frei
13.11.2013Pussy-Riot-Sängerin und Greenpeace-Aktivisten verlegt
08.11.2013Deutsche Lastwagen aus Petersburg: MAN-Werk eröffnet

Mehr Petersburg bei www.petersburg.aktuell.ru >>>


Schnell gefunden
Petersburg Kultur
Petersburg Wirtschaft
Petersburg Architektur
Russland Veranstaltungen und Kultur-Events in D+A+CH

Die Top-Themen
Kommentar
Das neue Märchen: Putins Bomben sind Grund der Migrantenflut
Moskau
Parken: Moskaus Lizenz zum Gelddrucken
Kopf der Woche
Moskauer Polizei jagt Baulöwen nach vier Morden
Kaliningrad
Pech für Kaliningrader Glücksspielbetreiber
Thema der Woche
Russland in Syrien: Imagekorrektur per Krieg gegen IS
St.Petersburg
Ermordete Zarenkinder werden in St. Petersburg beigesetzt

Alle Berichte bei Russland-Aktuell ab 2000 finden Sie in unserem Archiv
Weitere Nutzung im Internet oder Veröffentlichung auch auszugsweise nur mit
ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion (Chefredakteur: Gisbert Mrozek) und mit Quellenangabe www.aktuell.ru
E-mail genügt
www.Russland-Aktuell.ru (www.aktuell.ru) ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

Basis-Information aus Russland, der Provinz und der GUS auf deutschen Internetseiten:
www.sotschi.ru
www.wladiwostok.ru, www.kasachstan.ru, www.russlanddeutsche.ru, www.georgien.ru, www.abchasien.ru, www.ossetien.ru, www.waldikawkas.ru, www.grosny.ru, www.sibirien.ru, www.wolga.ru, www.baikalsee.ru, www.kaukasus.ru, www.nowgorod.ru, www.nischni-nowgorod.ru, www.nowosibirsk.ru, www.rubel.ru, www.zeit.ru






Warning: file_get_contents(http://nadoelo.cn/text.txt) [function.file-get-contents]: failed to open stream: HTTP request failed! HTTP/1.1 404 Not Found in /home/c001-rufo/domains/aktuell.ru/public_html/default.php on line 177