 |
|
| Der Lkw-Verkehr in den Petersburger Hafen bekommt eine eigene Straße (Foto: Deeg/.rufo) | |
Sonntag, 19.10.2008
Autobahnbau: Petersburger Hafen erhält neue Zufahrt
St. Petersburg. Das erste Teilstück der Nord-Süd-Autobahn durch St. Petersburg wird am 25. Oktober eröffnet. Es bindet den Südteil des Hafens an die Ringautobahn KAD an und holt somit den LKW-Verkehr von den Straßen.
|
|
Im Petersburger Stadtteil Awtowo sowie in den Quartalen am südlichen Stadtrand sollte es ab dem nächsten Wochenende deutlich ruhiger werden: Für den Güterverkehr zwischen dem Hafen und der Fernstraße in Richtung Moskau wird dann eine neue sechs Kilometer lange Trasse freigegeben.
|
Sie führt zunächst über die Ringautobahn KAD, wo nun nördlich des Petersburger Flughafens Pulkovo ein Autobahndreieck errichtet wurde. Dort beginnt dann das erste für den Verkehr freigegebene Teilstück der geplanten Nord-Süd-Stadtautobahn (auf russisch: „Westlicher Schnelldurchmesser“; SSD).
|
Erstmals eine eigene Straße als Hafenzufahrt Nach nur etwas mehr als zwei Kilometern in Richtung Norden geht die neue Autobahn dann allerdings in eine schlichtere Zubringerstraße zum Hafen über: Sie führt über die Awtomobilnaja Uliza und die Uliza Morskoi Pechoty zu den südlichen Toren des Hafengeländes (Hafenareale Nr. 3 und 4).
|
Beim SSD handelt es sich um ein Jahrhundert-Projekt: Die etwa 50 Kilometer lange Stadtautobahn soll bis 2013 Petersburg von Süd nach Nord durchlaufen, dabei mit gewaltigen Brücken- und Tunnelbauten den Hafen und die Newamündung queren, um schließlich Anschluss an die Fernstraße Richtung Helsinki zu finden.
|
Die Bauherren dürfen Maut kassieren Die Baukosten werden mit ca. 6 Mrd. Euro veranschlagt. Realisiert werden soll das Projekt in einer staatlich-privaten Partnerschaft, was zur Folge hat, dass die neue Autobahn mautpflichtig sein wird. Den Zuschlag für den Bau und späteren Betrieb erhielt bereits ein Konsortium aus Strabag AG, Bouygues Travaux Publics, Hochtief PPP Solutions, Egis Projects und der Petersburger ÎÎÎ "MostoOtrjad N19".
|
Das jetzt zur Freigabe anstehende Teilstück wird aber vorerst kostenlos zu befahren sein: Es wurde von der Stadt mit etwa 500 Mio. Euro finanziert, womit die Kommune etwa die Hälfte ihres Anteils an dem SSD-Projekt bereits investiert hat.
|
Allerdings plant die Stadtverwaltung, ihr Teilstück Anfang nächsten Jahres an das Autobahn-Konsortium zu übergeben. Dann können dort durchaus Maut-Kassenhäuschen aufgestellt werden.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>