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| Lenexpo kriegt ernste Konkurrenz. (Foto: ld/.rufo) | |
Mittwoch, 24.06.2009
Gazprom will riesiges Messe- und Kongresszentrum bauen
St. Petersburg. Der Messeveranstalter Lenexpo ist seine Monopolstellung in St. Petersburg bald los: Gazprom beginnt im Süden vor der Stadt mit dem Bau eines Komplexes, der Lenexpo um das Fünffache übertreffen soll.
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Die Finanzierung der neuen Messehallen der Superlative übernimmt die Gazenergoprombank, eine Struktur des omnipotenten Gasprom-Konzerns. Die Errichtung des mehr als 250.000 qm großen Areals zwischen der Pulkowoer und der Petersburger Chaussee wird etwa eine Milliarde Dollar kosten, berichtet Fontanka.ru.
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Das Gelände des künftigen Bauplatzes ist schon eingezäunt, mit den Tiefbauarbeiten ist bereits begonnen worden. Zurzeit arbeitet ein Konsortium der drei Architekturbüros Gerassimow und Partner, Tchoban und Partner und NPS Tchoban Voss .an der baulichen Gestaltung des neuen Messe- und Kongresszentrums.
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Neue Messen und Kongresse nach Petersburg holen
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2013 soll der erste Bauabschnitt fertig gestellt sein, parallel mit dem neuen Passagierterminal des ganz in der Nähe gelegenen Petersburger Flughafens. Insgesamt sollen 100.000 qm Ausstellungsflächen, zwei Hotels mit 450 Betten und zwei Business-Zentren entstehen.
Anatoli Jerkulow, Direktor der Auftraggeberfirma „ExpoForum“, gibt zu, dass Petersburg zurzeit noch nicht in der Lage ist, einen solch großen Messekomplex mit Leben zu füllen. Deshalb sei es die Aufgabe, große internationale Messen und Kongresse an die Newa zu holen und bereits bestehende auszuweiten.
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„Jetzt ist eine günstige Zeit, die Führung im Messesegment auf dem Petersburger Markt zu übernehmen“, ist sich Immobilienexperte Alexej Lasutin sicher. Es müsse eine Alternative zum „moralisch ermüdeten Lenexpo“ her, das zudem verkehrstechnisch ungünstig liege.
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Die Nähe zum Flughafen ist natürlich ein großes Plus für das neue Messegelände. Und die Petersburger werden sich freuen, wenn es einen großen Stauverursacher weniger gibt wie zuletzt beim Weltwirtschaftsforum, als in der Stadt der Verkehr wegen der vielen Gäste, die auf die Wassili-Insel eilten, völlig zum Erliegen gekommen war.
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Abstimmung mit dem Observatorium in Pulkowo
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Ganz so neu ist das Gazprom-Projekt nicht; die Entwicklung dieses Areals wurde bereits 2007 mit der Stadtregierung abgestimmt. Ein Problem ist allerdings die Nähe der Sternenwarte auf den Pulkowoer Höhen.
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Die Bebauung des Geländes könnte die Arbeit des Observatoriums beeinträchtigen, die angewiesen ist auf reine Luft und eine minimale Lichtverseuchung der Atmosphäre. Hier ist eine Abstimmung dringend erforderlich.
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Zumal Gasprom sich nicht auf den neuen Messekomplex beschränken will. Im Gespräch ist auch die Errichtung eines neuen Wohnkomplexes auf einem 300 Hektar großen Areal ganz in der Nähe. Darin sollen weitere zwei Milliarden Dollar investiert werden.
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