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| 6.000 Menschen sollen in dem neuen Quartal elitär im Zentrum wohnen können - wie hier in einem Hof am Litejny Prospekt (foto: ld/.rufo) | |
Montag, 31.03.2008
Güterbahnhof soll zu feinem Wohnviertel werden
St. Petersburg. Die russische Eisenbahn will ihr Güterbahnhof-Gelände hinter dem Moskauer Bahnhof auflösen und in Eigenregie zu einem Wohn- und Geschäftsviertel umbauen. Die Investitionen gehen in die Milliarden.
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Neben der Generalsanierung Apraxin Dwor, dem Neubau des „Newski-Rathaus“ und der Unterkellerung des Ploschtschad Wosstanija ist in St. Petersburg ein weiteres Großprojekt zur Umwandlung eines ganzen Stadtviertels vorgestellt worden: Diesmal geht es um das Bahngelände hinter dem Moskauer Bahnhof, wo sich momentan noch der Güterbahnhof „Moskowski-Towarny“ befindet.
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Güterbahnhof wird vor die Stadt verlegt Die Bahngesellschaft RZD will ihn bis 2010 auflösen und in das Industriegebiet Schuschary im Südosten vor der Stadt verlagern. Auf den freiwerdenden 21 Hektar Fläche – und 19 Hektar Gewerbe- und Lagerhausareal in privatem Besitz – will man ein ganzes neues Stadtviertel bauen. Diese Pläne wurden jetzt dem Stadtbau-Beirat vorgestellt.
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Begrenzt wird das Areal von den Bahngleisen selbst, dem Obwodny Kanal, der Krementschugskaja Uliza und der Mirgorodskaja Uliza. Die von der Bahn beauftragte Firma „Rosregionprojekt Development“ möchte hier je 300.000 Quadratmeter Wohn- und Bürofläche errichten – beides in Business-Class-Niveau. Ebenfalls ca. 300.000 Quadratmeter entfallen auf Parkplätze – die aber allesamt in den Kellergeschossen untergebracht werden sollen. Außerdem sollen in den neuen Straßenblöcken auf dem Areal auch drei Hotels unterkommen.
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Mal keine Shopping-Malls und Wolkenkratzer Ein „Geschäfts- und Freizeitzentrum“, wie Shopping-Malls auf Behördenrussisch heißen, gehört ausnahmsweise einmal nicht zu den Plänen. Auch die Bauhöhe, in Petersburg in letzter Zeit ein besonders wundes Thema, soll dezent gehalten werden: Die Häuser sollen um die 30 Meter hoch werden, nur zwei 40-Meter-Blöcke sollen etwas herausragen.
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Gebaut werden soll das neue Quartal zwischen 2010 und 2015, die Gesamtinvestitionen werden auf 1,5 bis 2 Mrd. Dollar geschätzt.
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Kritiker fragen sich allerdings, ob es möglich ist, so nah an den Bahngleisen des größten Petersburger Bahnhofs ein elitäres Stadtviertel zu bauen. Doch dürfte die zentrale Lage in Newski-Nähe für viele zukünftige Nutzer und Bewohner gewisse Lärm- und Geruchsbelästigungen aufwiegen.
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