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| Noble Hotels haben ihre Preise - erst recht zum Wirtschaftsforum (Foto: ld/.rufo) | |
Donnerstag, 14.05.2009
Kartellamt straft Petersburger Hotels wegen Wucher
St. Petersburg. Die Antimonopolbehörde verschickt Strafbefehle gegen Petersburger Hotels, die während des Internationalen Wirtschaftsforums zu heftig an der Preisschraube drehen. Allerdings geht es um Fälle von 2008.
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Die Petersburger Filiale des russischen Kartellamtes FAS verschickt gegenwärtig Strafbefehle gegen Hotels, bei denen während des letztjährigen Wirtschaftsforums Anfang Juni unangemessen heftige Preisaufschläge festgestellt wurden.
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Neue Bescheidenheit beim Wirtschaftsforum 2009 Dies geschieht wohl nicht von ungefähr gerade jetzt, steht doch vom 4. bis 6. Juni diese Veranstaltung jetzt wieder ins Haus - allerdings unter anderen Vorzeichen. Angesichts der allgemeinen Wirtschaftskrise hatte die Petersburger Stadtverwaltung angekündigt, dass dieses Jahr auf prunkvolle Empfänge und offensichtlichen Luxus verzichtet werden soll.
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Strafbefehle erhielten bereits das Nobel-Hotel Talion (über 2,8 Mio. Rubel) sowie West Bridge Hotel, die Trägergesellschaft des Vier-Sterne-Hauses Novotel (über 14,5 Mio. Rubel). Gegenüber der Zeitung „Kommersant“ wollte das Talion dies nicht kommentieren. West Bridge Hotel will gegen die Verfügung klagen.
Günstige Gelegenheit für Fünf-Sterne-Hotels Insgesamt hatte die FAS bei elf Hotels Preiswucher festgestellt. Sie hatten zum Wirtschaftsforum ihre ohnehin schon saftigen Hochsaisonpreise nochmals um 80 bis 100 Prozent heraufgesetzt – einige sogar auf ein Vielfaches. Es handelt sich dabei vorrangig um große Luxushotels im Stadtzentrum sowie das Park Inn Pribaltijska in der Nähe des Konferenzortes.
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Eine entsprechende Abmahnung der FAS vom Februar diesen Jahres wurde allerdings von sieben Hotelgesellschaften gerichtlich angefochten. Einige dieser Häuser kündigten an, auch gegen die Strafbefehle zu klagen, wenn sie solche erhalten sollten.
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Hotels halten Preisspitzen für legitim Ob es dem Kartellamt allerdings gelingt, mit seinen Kontrollen und Bußgeldern den Appetit der Hoteliers zu zähmen, muss sich noch zeigen. In der Hotelbranche hält man an der Meinung fest, dass man in der Preisgestaltung frei sei und die Tarife einzig durch Angebot und Nachfrage reguliert werden.
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Saison 2009: Hotel-Auslastung sackt deutlich ab „Ein Event dieser Größe erhöht die Preise automatisch auf mindestens das Doppelte“, so eine Hotel-Spezialistin gegenüber der Zeitung. Allerdings sei das Gastgewerbe in diesem Jahr mit deutlichen Rückgängen bei der Auslastung konfrontiert, weshalb auch die Forums-Sonderpreise jetzt etwas niedriger ausfallen sollten als im Vorjahr.
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Galt bislang eine Belegungsquote von 65 bis 90 Prozent zur gegenwärtigen Jahreszeit als gutes Ergebnis, so seien die meisten Häuser schon froh, wenn sie jetzt auf 35 bis 40 Prozent kämen. Manche Herbergen müssten sich momentan auch mit 15 Prozent bescheiden.
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Auch in Moskau geht die FAS momentan gegen einige Hotels vor, die pünktlich zum Eurovision-Schlagerwettbewerb Wucherpreise erhoben haben sollen.
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