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| Bisher ein Eldorado für die Taxi-Mafia. Das Ankunfts-Terminal von Pulkovo-2 (Foto: ld/.rufo) | |
Montag, 21.01.2008
Matwijenko verspricht Ordnung bei Flughafen-Taxis
St. Petersburg. Die Preiswillkür der Taxifahrer am Flughafen Pulkovo soll ein Ende haben: Gouverneurin Matwijenko ordnete an, bis zum 1. März an den Brennpunkten des Droschken-Gewerbes für Ordnung zu sorgen.
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Kaum ist der Flughafen Pulkovo endgültig in den Besitz der Stadt übergegangen, stattete das Stadtoberhaupt im Rahmen seiner samstäglichen Inspektionsfahrten dem Airport einen Besuch ab. Allerdings nur dem Terminal Pulkovo-1 – und auch dort nur der Auto-Vorfahrt direkt vor dem Abfertigungsgebäude.
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Denn diesmal ging es einzig um das Taxigewerbe – bislang eher ein Alptraum denn eine Visitenkarte für die Stadt: Anstatt eines zivilisierten Taxi-Standes erwarten die Passagiere – vor allem am internationalen Terminal Pulkovo-2 – herumstehende Chauffeure, die „nicht teuer, nicht teuer“ ihre Transportdienst anbieten.
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Mondpreise der Mercedes-Kutscher von Pulkovo-2 Bei näherer Nachfrage werden dann Preise in der Größenordnung von 2000 Rubel (60 Euro) aufwärts gefordert, die zwar bedingt verhandelbar sind, aber dennoch völlig jenseitig bleiben. Dafür darf man sich dann in einen alten Mercedes setzen – und nicht etwa in einen Wolga oder koreanischen Kleinwagen.
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Die Taxi-Mafia soll nun ausgeräuchert werden: „Wir schaffen Ordnung bei den Taxis in der Stadt. Das ist ein wichtiger Teil der städtischen Wirtschaft, der ihr touristisches Image prägt“, sagte Matwijenko.
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Preisabsprache zum Wohle des Klienten Ein erster Schritt ist schon getan – betrifft aber vorerst nur das Terminal Pulkovo-1 (wo aber unter anderem die Flüge von Germanwings und Air Berlin ankommen): Mehrere große Taxiunternehmen haben sich unter dem Markenzeichen „Taksi Sankt-Peterburga“ zu einer Allianz zusammengeschlossen und fixe Tarife für die Fahrten vom Flughafen in die Stadt eingeführt.
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Richtig billig sind diese auch nicht, aber angesichts der Stau-Verkehrslage doch relativ real und vor allem kalkulierbar: In das Flughafen-nahen Moskowski-Stadtviertel kostet es mit den entsprechend gekennzeichneten Taxis 450 Rubel, nach Puschkin, Kuptschino oder in den Südwesten (Jugo-Sapad) 600 Rubel, ins Stadtzentrum 700, auf die Wassili-Insel 800 und auf die Petrograder Seite, nach Ochta oder Rshewka 900 Rubel. Für 1000 Rubel fahren diese Taxiunternehmen auch bis an den fernen nördlichen Stadtrand.
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Noch nicht endgültig geklärt ist die Frage, wie die Passagiere von dem neuen Service erfahren sollen – und wie man die Tarif-Taxis von den auf Unbedarfte hoffenden Freibeutern trennen kann.
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Die Idee, in der Ankunftshalle einen „Taxi-Dispatcher“ und eine Bestell-Theke aufzustellen, wurde dabei von den Taxi-Unternehmern als wenig praktikabel bezeichnet: Erstens seien jegliche Mittelsmänner ein neuer Korruptionsfaktor, zweitens würden 90 Prozent der Passagiere gleich bis ins Freie durchstürmen und sich dann erst nach einer Fahrgelegenheit umsehen.
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Tarif-Taxis dürfen näher ans Terminal Man will es nun mit einer Informationstafel mit Stadtplan und den Preiszonen bewenden lassen. Außerdem sollen an den Zufahrtsschranken die Taxis durch Chipkarten gefiltert werden: Die tarifgebundenen Droschken sollen direkt vor dem Terminal warten dürfen, alle anderen Lohnkutscher müssen etwas Abstand halten.
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Dieses System, so versprachen die Matwijenko begleitenden Fachleute, soll parallel auch in Pulkowo-2 eingeführt werden. Bleibt abzuwarten, ob dann dort auch die gleichen fairen Tarife gelten werden – und wie die dort alteingesessene „Taxi-Mafia“ darauf reagiert …
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