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Die Lampen entlang der SSD-Trasse erinnern an ein endloses Walfischgerippe - aber darin flutscht der Verkehr (Foto: whsd.ru)
Die Lampen entlang der SSD-Trasse erinnern an ein endloses Walfischgerippe - aber darin flutscht der Verkehr (Foto: whsd.ru)
Dienstag, 20.08.2013

Neue Autobahn: St. Petersburg rückt näher an Finnland

St. Petersburg. Die notorischen Staus an den Ausfallstraßen in Richtung Nordwest sollten jetzt Vergangenheit sein: Vor kurzem wurde der 26 Kilometer lange Nordabschnitt der neuen Mautautobahn SSD freigegeben – vorerst kostenlos.

Egal ob auf der (für den Lastwagenverkehr gesperrten) Küstenstraße über Lachta und Olgino oder auf der Route über Pargolowo mit ihrem üblen Engpass beim GAI-Posten in Osinowaja Roscha – die beiden bisherigen Ausfallstraßen in Richtung Finnland waren notorisch überlastet. Vor allem an Sommerwochenenden kam es hier oft zu mehrstündigen Staus.

Für alle Autofahrer, die in Richtung Wyborg oder Finnland fahren, zu den Stränden an der „Riviera“ von Sestrorezk bis Selenogorsk wollen oder auf der karelischen Landenge ihre Datscha haben, sind jetzt entspannte Zeiten eingetreten: Endlich gibt es eine leistungsfähige Verkehrsarterie von der Stadt in Richtung Nordwest.

Ein Autofahrertraum: Breite Ausfallstraße ohne Ampeln


Die neue Autobahn beginnt aufgeständert und achtspurig am Primorski Prospekt im Nordwesten der Stadt (wo anstelle einer gnadenlos überlasteten Kreuzung ein mehrstöckiger Straßenknoten entstanden ist) und führt nach einer Kreuzung mit der Ringautobahn KAD vierspurig bis nach Beloostrow, wo sie auf die E-18 „Skandinavia“ nach Wyborg trifft. Ganz fertig ist die Magistrale zwar noch nicht, mancherorts ist wegen Arbeiten an der Beleuchtung oder den Schallschutzwänden noch eine Fahrspur gesperrt.

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• Autobahnbau von Petersburg nach Nowgorod bis 2018 (20.05.2013)
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• St. Petersburg plant zwei weitere Maut-Autobahnen (05.07.2012)
Die Kosten der Strecke betrugen 36 Mrd. Rubel (ca. 820 Mio. Euro) und wurden vom russischen Staat finanziert. Vorerst kann der neue Abschnitt kostenlos benutzt werden, im November oder Dezember sollen jedoch Mautstationen in Betrieb genommen werden.

Investor darf 30 Jahre lang Maut kassieren


Dann wird die Route an den privaten Betreiber der SSD-Trasse für 30 Jahre zur Nutzung übergeben. Ein Investorenkonsortium aus VTB und Gazprombank baut gegenwärtig auf eigene Rechnung den technisch sehr aufwändigen Mittelabschnitt von 12 Kilometer Länge, der mit drei Brücken und einem Tunnel am Westrand Petersburgs das Newa-Delta queren wird.

Wie hoch die Mautgebühr auf der neuen Strecke sein wird, ist noch nicht klar. Projektverantwortliche sprachen von einem Preis von 60 bis 80 Rubel (1,35 bis 1,90 Euro) für Pkw, wobei bei einer Fahrt bis zur Ringautobahn wohl nur der halbe Tarif berechnet werden wird. Auf dem schon fertigen, neun Kilometer langen SSD-Südabschnitt von der Ringautobahn bis zum Hafen werden ebenfalls 30 Rubel erhoben.

Die Gesamtkosten der 47 Kilometer langen Nord-Süd-Querung des Stadtgebietes betragen etwa 4 Mrd. Euro.



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