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| Eigene Wege für Radfahrer sind in Petersburg eine Seltenheit. Jetzt gibt es immerhin eine Überlandstrecke für ungestörte Trainingsfahrten (Foto: ld/.rufo) | |
Donnerstag, 03.09.2009
Neue Straße nach Kolpino – erstmals mit Radweg
St. Petersburg. In den Industrievorort Kolpino führt eine neue Straße: Die Sofijskaja Uliza wurde um gleich 10 Kilometer nach Südosten verlängert. Besonderes Kennzeichen der neuen Ausfallstraße: ein Radweg nebenan!
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Die Sofijskaja ist damit jetzt die längste Straße Petersburgs – denn schon vorher zieht sie sich acht Kilometer lang durch die Wohnblocks und Industrieöden des Stadtteils Kuptschino.
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Jenseits der Ringautobahn KAD, des Toyota-Werkes und des südlichen Heizkraftwerkes endet diese Straße nun nicht mehr in den Feldern, sondern geht als sechsspurige Trasse weiter. Vorerst endet das 5,6 Mrd. Rubel (ca. 125 Mio. Euro) teure Bauwerk an der Straße von der Moskauer Chaussee nach Kolpino. 2010 soll sie aber noch um vier weitere Kilometer bis zur Fernstraße Moskau-Petersburg verlängert werden.
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Zweite neue Straße nach Süden Erst letztes Jahr wurde im Süden der Stadt eine neue Zufahrtstraße von der Ringautobahn nach Puschkin gebaut. Beide Straßen zusammen dürften nun eine deutliche Entlastung für die staugeplagte Einfalls-Schneise der Moskauer Chaussee bieten. Diese soll allerdings in absehbarer Zeit ihrerseits für eine Generalsanierung gesperrt werden.
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Erstmals ein langer Radweg am Stück Clou der neuen Strecke nach Kolpino ist, dass sie auf ganzer Länge von einem parallel verlaufenden Radweg begleitet wird. Bislang gab es in Petersburg nur einige wenige Velo-Wege –und diese sind unzusammenhängendes Stückwerk.
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Letztes Jahr hatte die Stadtregierung allerdings ein Konzept zum Radweg-Bau verabschiedet. Darin ist unter anderem vorgesehen, bei Straßen-Neubauprojekten Radwege von vornherein mit einzuplanen – wie jetzt an der Sofijskaja verwirklicht.
Allerdings führt der neue insgesamt zwölf Kilometer lange Radweg nicht gerade durch ein Areal, das zum fröhlichen Radwandern animiert – und irgendwelche Institutionen, die Radfahrer anziehen würden, gibt es dort auch nicht.
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Radrennstrecke ohne Autoparkplatz Die Radstrecke von Kuptschino nach Kolpino dürfte deshalb eher von Sport-Radlern frequentiert werden, die hier immerhin ein Dutzend Kilometer lang ungestört in die Pedalen treten können – und dann wieder zurück.
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Doch auch für diese Klientel wurde nicht an alles gedacht: Sportkomitee-Chef Wjatscheslaw Tschassow bemängelte bei der Eröffnung, dass der Radweg nicht über Parkplätze verfüge.
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Denn zur An- und Abfahrt zum Rad-Training sollte man angesichts der Lkw-Dichte und des Verkehrsgewühls in und um Kuptschino doch besser das Auto nehmen und nicht das Fahrrad selbst.
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