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| Kraftprobe am Markteingang: Die Händler wollen ihre Stände bis zuletzt verteidigen (Foto: fontanka.ru) | |
Mittwoch, 10.02.2010
Petersburg: Markthändler stellen sich gegen Miliz
St. Petersburg. Die Auflösung eines weiteren Marktes stößt auf den energischen Widerstand der Händler: Gestern kam zu einer ernsten Machtprobe mit den Behörden - angetreten in Form von OMON-Truppen und Baumaschinen.
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Schauplatz dieser neuen Runde im Konflikt zwischen Kleinunternehmern und der Stadtverwaltung ist der Chassanski-Markt im Neubau-Stadtteil Rschewka im Osten der Stadt.
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Den Mietvertrag für das Areal kündigte die Stadt das erste Mal schon vor sechs Jahren. Seither schwelt ein Rechtsstreit auf mehreren Ebenen – einen ähnlich langen Steit dieser Art hat es in der Stast sonst noch nie gegeben.
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Im Januar erstritt die Stadt dann vor Gericht ein Urteil, mit dem sie die Räumung durchsetzen kann. Der Smolny hat das Areal für die Errichtung eines weiteren Einkaufszentrums vorgesehen.
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Räumungsfrist ist abgelaufen Der Gerichtsvollzieherdienst gab den Markthändlern am 2. Februar eine Frist von einer Woche, um ihre Sachen und Waren zu packen und abzuziehen. Doch viele Standinhaber weigern sich: Sie verwiesen darauf, dass sie gegen das Urteil Berufung eingelegt haben.
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Gestern kam es dann zu einer latent gewaltsamen Konfrontation am Eingang des Marktes: Die Stadt hatte eine Baufirma in Marsch gesetzt, die den Markt mit Fertigteilen aus Beton abriegeln sollte. Doch etwa 200 Händler bildeten einen mit Transparenten und russischen Fähnchen garnierten „lebenden Schild“ und blockierten die Zufahrt.
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OMON tat ihre Arbeit fast ohne Prügel Daraufhin kam die als wenig zimperlich bekannte Polizeitruppe OMON zum Einsatz: Die behelmten Beamten drängten die Leute zurück, etwa 20 besonders verbissene „Widerstandskämpfer“ wurden festgenommen.
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Beobachter bemerkten allerdings, dass die OMON für ihre Verhältnisse recht human mit den Demonstranten – darunter auch zahlreiche ältere Damen - umging: Es sei ab und an sogar das Wort „bitte“ zuhören gewesen.
Schließlich zogen es die Händler vor, sich zurückzuziehen und vereinbarten ein Treffen vor dem Panzerkreuzer „Aurora“ im Stadtzentrum. Anschließend reichten sie im nahen Büro des Präsidentenbevollmächtigten für die Nord-West-Region eine Petition ein.
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Matwijenko-Sohn zumindest anfangs am Konflikt beteiligt Jewgeni Paschin, ein Sprecher der Chassanski-Händler, sieht das Motiv der kompromisslosen Haltung der Stadtverwaltung in einem gleich zu Anfang gescheiterten Versuch von Sergej Matwijenko, des Sohnes der Gouverneurin Valentina Matwijenko und einem der führenden Unternehmer der Stadt, Hand auf das Marktgelände zu legen. Dafür präsentierte er einen Beleg schwarz auf weiß:
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Die Staatsanwaltschaft hatte bei einer Prüfung der Vorgänge bestätigt, dass es 2005 Verhandlungen zwischen dem Marktbetreiber, der OOO OMI, und Matwijenko über eine Beteiligung gegeben habe, die aber zu nichts geführt hätten.
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Heute wollten die Gerichtsvollzieher erneut auf den Markt vordringen, um die Umsetzung ihres Räumungsbefehls zu prüfen. Laut fontanka.ru haben die meisten Händler ihre Stände geschlossen, doch sei nicht überall die Ware abtransportiert worden.
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