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Das neue Zenit-Stadion in St. Petersburg ist immer noch im Rohbau. (Foto: dp.ru)
Das neue Zenit-Stadion in St. Petersburg ist immer noch im Rohbau. (Foto: dp.ru)
Donnerstag, 15.11.2012

Petersburg treibt Stadionbau mit 100 Mio. Euro voran

St. Petersburg. Die Stadt St. Petersburg hat weitere 100 Millionen Euro zum Bau des WM-Stadions bewilligt. Insgesamt wird die neue Zenit-Arena das Fünffache des Stadions auf Schalke kosten. Der Rechnungshof prüft.

Ursprünglich sollte die neue Arena auf der Krestowski-Insel 6,7 Milliarden Rubel (16,75 Millionen Euro) kosten und 2009 schon bespielbar sein. Inzwischen hat sie sich zum spektakulärsten Langzeitbau der letzten Jahre gemausert – und könnte im Endeffekt knapp 44 Milliarden Rubel (1,1 Milliarde Euro) verschlingen und damit zu einem der teuersten Stadien der Welt avancieren.

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Um diese Summe aufzubringen, hat das Stadtparlament am Mittwoch auf Antrag von Gouverneur Georgi Poltawtschenko zusätzlich zu den bereits bewilligten zehn Milliarden Rubel (je fünf für 2013 und 2014) weitere 3,88 Milliarden für 2015 bewilligt. Gleichzeitig gehen die Stadtväter davon aus, dass die Arena „Ende 2014, spätestens 2015“ fertig ist.

Astronomische 16 Milliarden Rubel (400 Millionen Euro) sind bereits verbaut worden. Ob dabei alles mit rechten Dingen zugegangen ist, prüft jetzt der russische Rechnungshof. Der soll auch herausfinden, wie die Baukosten derart in die Höhe schnellen konnten.

Kritiker verdächtigen seit Langem, dass Unsummen in dunklen Kanälen versickert sind. Durch mehrmaligen Wechsel der Baupläne und der Bauunternehmer könnte sich so mancher schon jetzt eine goldene Nase an der Sportstätte verdient haben.

Zum Vergleich: Die Veltins-Arena des FC Schalke 04 hat ein schließbares Dach und einen ausfahrbaren Rasen, wie sie auch in Petersburg geplant sind. Die Kosten für das 2001 fertiggestellte Stadion in Gelsenkirchen beliefen sich aber auf knapp 200 Millionen Euro, also ein Fünftel der Petersburger Arena.



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