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| Die Stadt gibt grünes Licht zum Bau des überdimensionalen Büroturms. (Foto: mr7.ru) | |
Mittwoch, 23.09.2009
Petersburg verkauft Anteile an Ochta-Center unter Preis
St. Petersburg. Wie erwartet, hat die Petersburger Stadtregierung am Dienstag den Bau des 400 Meter hohen Gazprom-Turms genehmigt. Zugleich gibt sie ihren Anteil von 22,7 Prozent zum Verkauf frei – und macht dabei Verluste.
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Jetzt ist es also amtlich – Gazprom hat das Jawort der Stadtregierung zum Bau des höchst umstrittenen Wolkenkratzers auf dem Territorium des künftigen Ochta-Centers. Die Abstimmung der Senatoren im Smolny verlief einstimmig, Protestaktionen vor der Tür des Regierungssitzes wurden durch erhöhte Milizpräsenz im Keim erstickt.
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1,5 Milliarden Rubel weniger Noch in diesem Jahr will die Stadt ihre Anteile an dem Projekt Ochta-Center veräußern; Käufer wird höchstwahrscheinlich ein Tochterunternehmen von Gazprom sein. Statt der investierten 4,4 Milliarden Rubel (knapp 98 Millionen Rubel) kommen aber nur drei Milliarden Rubel (rund 67 Millionen Euro) zurück in die Stadtkasse.
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Eduard Batanow, Vorsitzender des Finanzkomitees im Smolny, ist der Meinung, mehr hätte die Stadt auch nicht verlangen können, da ein Teil des Geldes „nicht zurück zu erstattende Subsidien“ gewesen seien.
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Andere Beobachter sind laut der Internetzeitung „Fontanka.ru“ allerdings der Meinung, die Stadt hätte den Verlust von einem Drittel des investierten Geldes vermeiden und Gazprom um die volle Kompensation der Ausgaben bitten können. Im Gegenzug hat der Gasmonopolist immerhin eine in der Geschichte einmalige Baugenehmigung bekommen.
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Es bleibt in der Familie Mitglieder der Stadtregierung betonten am Dienstag dagegen, Gazprom habe „in den letzten Jahren 50 Milliarden Rubel an Steuergeldern bezahlt, und in diesem Jahr werden es erneut um die zwei Milliarden“ (1,1 Milliarden bzw. 44,5 Millionen Euro).
Da darf man dann vielleicht nicht so kleinlich sein und um 1,5 Milliarden feilschen… Zumal das Geld sozusagen „in der Familie“ bleibt – es soll in den Bau des neuen Stadions für den FC Zenit fließen, der ja bekanntlich im Besitz des Gaskonzerns ist.
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Gegner mobilisieren Protest Gegen die Entscheidung, im Falle des Ochta-Büroturms eine Ausnahme von der Höhenregelung zu machen, mobilisiert sich derweil die Petersburger Öffentlichkeit. Beim Petersburger Stadtgericht ist bereits eine Klage der Partei „Jabloko“ eingegangen. Ihrer Ansicht nach verletzt die Entscheidung die bestehenden Gesetze und die Rechte und Freiheiten der Bürger.
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Für den 10. Oktober um 12 Uhr ist auf dem Platz vor dem Sportkomplex „Jubilejny“ unter der Losung „Für die Erhaltung von St. Petersburg“ eine große Protest- kundgebung gegen die Entscheidung zum Bau des 400 Meter hohen Büroturms geplant.
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