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Haben Göppels Stadtbusse mit Personenanhänger eine Chance auf dem russischen Markt? (Foto: goeppel.de)
Haben Göppels Stadtbusse mit Personenanhänger eine Chance auf dem russischen Markt? (Foto: goeppel.de)
Dienstag, 19.03.2013

Petersburger Kirow-Werke kaufen deutschen Autobusbauer

St. Petersburg. Die Kirow-Werke haben den bankrotten deutschen Bushersteller Göppel übernommen. Der führende Traktoren- und Maschinenbauer möchte damit auf den russischen Markt. Experten sehen kaum Chancen auf Erfolg.

Der traditionsreiche Thüringer Mittelständler musste im vergangenen wegen Zahlungsschwierigkeiten Insolvenz anmelden. Die auf etwa 3,5 Millionen Euro geschätzte Übernahme durch den russischen Wirtschaftsgiganten Kirov Group ist für die Göppel Bus GmbH die Rettung, denn so können die beiden Standorte und alle Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Göppel produziert pro Jahr etwa 100 Linienbusse, darunter den mit 30 Metern längsten Stadtbus der Welt. Göppel-Busse kommen vor allem in deutschen, österreichischen und schweizerischen Städten zum Einsatz. Laut Kirow-Generaldirektor Georgi Semenenko steht hinter dem Kauf des Unternehmens der Wunsch, einen Zugang zum europäischen Fahrzeugbaumarkt zu verschaffen.

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Freie Nische ausfüllen


Außerdem möchte der Petersburger Industriegigant mit den in Deutschland hergestellten Bussen den Markt in Russland, Osteuropa und der GUS erobern. Laut Semenenko spielen die exklusiv von Göppel produzierten Stadtlinienbusse mit Personenanhängern hier eine große Rolle.

„Das ist eine freie Nische. Das Interesse von russischen Passagierbeförderern für die Produkte dieser Fabrik gibt uns die Sicherheit, dass die Busse und Anhänger von Göppel in Russland ihren Käufer finden werden.“

Kirow kommt zu spät?


Kenner der Branche teilen Semenenkos Optimismus nicht. Erstens seien die deutschen Busse viel zu teuer. Während ein mittelgroßer Linienbus von MAZ (Minsker Autofabrik) ab 4,6 Millionen Rubel zu haben ist, koste ein entsprechendes Fahrzeug von MAN etwa 10 Millionen, schreibt der „Kommersant“ am Dienstag.

Außerdem sei das Produktionsvolumen von 100 Bussen im Jahr viel zu klein, um ernsthafte Aussichten auf Erfolg zu haben. Dafür lohne es sich nicht, die nötige Infrastruktur (Verkaufssalons, Servicestationen, Ersatzteillieferung) aufzubauen, meint Alexej Iwin, Generaldirektor der „Petersburger Transportgesellschaft“.

Außerdem könne Göppel von der Qualität her nicht mit den russischen und weißrussischen Autobussen konkurrieren, die „alle mit ausländischen Details ausgerüstet sind“. Die Kirow-Werke hätten den Eintritt auf den Petersburger Markt verpasst, da „die massenhafte Erneuerung des Fuhrparks im letzten Jahr stattgefunden hat“.



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Wolfgang Mraz 24.03.2013 - 20:45

Übernahme

Ich wünsche den Kirow Werken trotzdem von ganzem Herzen, das sie mit diesem Modell Erfolg haben werden. Das wäre endlich mal wieder ein erfolgreiches Zeichen deutsch-russischer Zusammenarbeit Dies würde auch Deutschland und seinen Arbeitern nützen und Zuversicht auf mehr Zusammenarbeit bringen.


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