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| Lenta ist die umsatzstärkste Hypermarkt-Kette in Russland (Foto: lenta.com) | |
Mittwoch, 06.08.2008
Russische Supermarkt-Kette Lenta steht zum Verkauf
St. Petersburg. „Lenta“, die umsatzstärkste Hypermarkt-Kette Russlands soll an einen ausländischen Investor verkauft werden. Vier Handelskonzerne sind jetzt in der engeren Wahl. Der Preis wird über 1 Mrd. Euro liegen.
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Zum Verkauf stehen 89 Prozent der Aktien der schnell wachsenden Hypermarktkette. Lenta verfügt momentan in Russland über 31 große Großmärkte, sechs weitere sind in Bau. 14 der grundsätzlich rund um die Uhr geöffneten Discounter befinden sich in St. Petersburg, wo auch die Firmenzentrale steht. Zweitgrößter Lenta-Standort ist Nowosibirsk mit vier Geschäften. Den Großraum Moskau hat Lenta hingegen den dortigen Konkurrenten überlassen.
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Einvernehmlicher Verkauf nach einem Aktionärsstreit Nachdem die beiden Hauptaktionäre der Kette, Oleg Scherebzow und August Meier (sie halten 35 und 36 Prozent), sich im April nach einem zähen Streit über die weitere Strategie geeinigt hatten, wurde Lenta zum Verkauf ausgeschrieben. Neben den beiden Haupteignern stoßen auch einige Minderheitenaktionäre sowie die EBRD (11 Prozent) ihre Aktien ab.
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Aus den Interessenten der ersten Runde wurden jetzt vier herausgefiltert, die nun das Geschäft von Lenta en detail unter die Lupe nehmen können, bevor sie ihr finales Gebot abgeben.
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„Heuschrecken“ und russische Konkurrenz kommen nicht zum Zug Nach einem Bericht der Zeitung „Kommersant“ handelt es sich dabei um Wal-Mart aus den USA, Carrefour aus Frankreich, die finnische Kesko und die kroatische Agrokor Group. Nicht zum Zuge kamen damit sowohl russische Konkurrenten wie auch reine Investmentfonds.
Dem Bericht zufolge lag das geringste Gebot für 89 Prozent der Lenta-Kette bei umgerechnet etwa 900 Mio. Euro. Der endgültige Verkaufspreis dürfte aber deutlich darüber liegen, da sich der Käufer auf diese Weise mit einem Schlag nicht nur eine große Ladenkette, sondern auch ein eingespieltes Management und eine Einkaufs-Struktur in Russland sichert.
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Nummer eins unter den russischen Großmarkt-Ketten Der Erlös von Lenta lag 2007 bei etwa 1 Mrd. Euro. Lenta ist damit – wie auch bei der Zahl seiner Märkte – unter den russischen Hypermarktketten führend. Dieses Handelsimperium wurde von den Petersburger Eignern in nur neun Jahren aufgebaut: 1999 hatten sie ihre bisherigen kleinen Supermärkte in St. Petersburg abgestoßen und dafür einen ersten Cash-und-Carry-Hypermarkt neu errichtet.
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Die vier Bewerber in der Endrunde sind bisher im russischen Einzelhandel nicht oder nur gering vertreten: Carrefour eröffnet gegen Jahresende seinen ersten russischen Hypermarkt in Krasnodar. Kesko verfügt über sieben Baumärkte der Marke „K-Rauta“.
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Der Interessent aus Kroatien sowie der amerikanischen Handelsriese Wal-Mart sind in Russland bisher nicht aktiv.
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