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| Flott aus dem Stadtzentrum nach Kronstadt: Die "Meteore" fahren wierder regulär (Foto: ld/rufo) | |
Dienstag, 30.09.2008
Stadt zahlt Tragflügelboot-Linie nach Kronstadt
St. Petersburg. Noch bis Ende Oktober werden vier Mal täglich Tragflügelboote im Linienverkehr nach Kronstadt fahren. Die Stadt subventioniert die Verbindung - und will sie 2009 wieder einrichten.
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In den 90er Jahren war das Tragflügelboot für die Bewohner der damals noch wegen ihrer Flottenbasis für Ortsfremde „gesperrten Stadt“ auf der Insel Kotlin der übliche und schnellste Weg, um von Kronstadt ins Petersburger Zentrum zu kommen.
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Pfeilschnelle Alternative zur Fahrt über den Damm In der Zwischenzeit wurde Kronstadt zwar für in- und ausländische Besucher freigegeben. Doch der einzige Weg dorthin ist eine gut 40 Kilometer lange Busfahrt über den bislang unvollendeten Hochwasserschutzdamm – die zumal mangels Alternativen über die zur Rush-Hour notorisch überlastete Ausfallstraße in Richtung Sestrorezk führt.
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Nun steht den etwa 5000 Berufspendlern, die in dem abgeschiedenen Petersburger Insel-Stadtteil leben, wieder eine komfortablere und oft schnellere Beförderungsart zur Verfügung: In nur 45 Minuten Fahrt rauschen seit Anfang September gegenwärtig „Meteore“ vier mal am Tag zwischen dem Finnländischen Bahnhof und Kronstadt hin- und her. Zuvor hatte es im August einen Testbetrieb nur an den Wochenenden gegeben.
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Drei Haltestellen in der Innenstadt Die Tragflügelboote machen dabei Zwischenstopps an der Schlossbrücke sowie nahe der Metro-Station Sportiwnaja. Der Fahrpreis beträgt nur 80 Rubel (2,20 Euro), da die Stadt den diesjährigen Probebetrieb subventioniert. Heute wurden von der Stadtregierung dafür 4,2 Mio. Rubel (115.000 Euro) dem Unternehmen „Russkije Kruisy“ bewilligt.
Zum Vergleich: Die Tragflügelboot-Fahrt zum Schloss Peterhof hinaus kostet mindestens 300 Rubel - und ist dabei sogar ein gutes Stück kürzer.
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Stadtoberhaupt Valentina Matwijenko erklärte dabei, dass diese Linie in Zukunft fester Bestandteil des innerstädtischen Nahverkehrs werden soll. Insofern sind die Chancen gut, dass sie nach der witterungsbedingten Winterpause auch wieder aufgenommen wird. Schließlich bietet das stille Kronstadt mit seinen alten Festungsanlagen, der mächtigen Marine-Kathedrale und den langen Stränden im Westteil der Insel auch Tagestouristen einiges Attraktionen.
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Städtisches Geld für die falschen Begünstigten? Allerdings gab es in der Regierung auch Widerstände: Vizegouverneur Michail Osejewski meldete Misstrauen an, da letzte Woche ein Kapitän ein Tragflügelboot der betreffenden Reederei im Finnischen Meerbusen auf eine Sandbank gesetzt hatte, wobei es einige Verletzte gab.
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Außerdem missfiel ihm, dass die Stadt den Fahrpreis auch am Wochenende subventioniert, wenn weniger Kronstadter Berufstätige und Studenten in die Stadt als Ausflügler auf die Insel fahren werden. Doch seine Kollegen im Gremium machten ihm klar, dass auch dies seine durchaus positiven Seiten habe.
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