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Schlechte Aussichten für Petersburg? Die Zukunft wird es zeigen. (Foto: Brammerloh/.rufo.ru)
Schlechte Aussichten für Petersburg? Die Zukunft wird es zeigen. (Foto: Brammerloh/.rufo.ru)
Mittwoch, 19.12.2012

Stagnation oder Modernisierung - quo vadis, Petersburg?

St. Petersburg. Experten prophezeien Petersburg einen Rückfall in „provinzielle Zeiten“. Die Stadtführung hat kein Zukunftskonzept, es geht wirtschaftlich nicht voran, sagen sie. Nur ein Umdenken könne die Zukunft sichern.

Die Petersburger „Agentur für soziale Information“ (ASI) hat sich unter Geschäftsleuten und Vertretern der Zivilgesellschaft umgehört. Die zeichnen die Aussichten der Stadt alles andere als rosig. Der Führung im Smolny fehle es an „strategischem Zukunftswillen“, heißt es in einem Bericht, der jetzt veröffentlicht wurde.

Große Stadt mit Provinzschicksal


Schlägt Petersburg den konservativen oder den innovativen Weg ein, heißt die Frage. Werden demokratische Kräfte in die Entscheidungsfindung eingebunden oder nicht? Solange dies nicht klar sei, herrsche „eine Atmosphäre der Unsicherheit und Unbestimmtheit“.

Konkret: Die Geschäftswelt zögert mit Investitionen, potentielle Geldgeber zweifeln am Wirtschaftsstandort St. Petersburg, Kapital zieht weg, die Stadtkassen werden wieder leerer. Die Konsequenz: die Rückkehr zur „großen Stadt mit Provinzschicksal“, wie Leningrad in den 1980er Jahren etikettiert worden war.

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Aus dem Nichts aus Moskau gekommen


Nach dem Weggang der zuletzt sehr umstrittenen, aber stets für Kontroversen guten Gouverneurin Valentina Matwijenko hat Petersburg tatsächlich eine Führungspersönlichkeit eingebüßt. Ihr Nachfolger Georgi Poltawtschenko wurde aus Moskau delegiert und der Stadt gleichsam aus dem Nichts vor die Nase gesetzt.

Seine bürokratischen Fähigkeiten mögen nichts zu wünschen übrig lassen, aber Charisma fehlt ihm völlig. Unter ihm wurden mehrere Großbauprojekte gekippt, mit denen Matwijenko noch das Interesse in- und ausländischer Investoren hatte binden können. Der „Neue“ im Smolny versinkt dagegen im Klein-Klein und findet keinen Draht zu seinen „Untertanen“.

Bei Russland-Aktuell
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Neue Ideen müssen her


Petersburg hat fünf sozialökonomische Hauptprobleme, weiß ASI zu berichten: Verkehrsinfrastruktur, Vereinigung von Stadt und Gebiet, Entwicklung der Innenstadt, Arbeitsimmigranten, Wohnungsbau und Auflösung der Kommunalwohnungen.

Enttäuschung sei auch die Entwicklung des Fremdenverkehrs: Eine Stadt mit enormem touristischen Potential wie St. Petersburg müsste daraus viel mehr Wert schöpfen. Alles zusammen werfe Petersburg weit hinter Moskau zurück – in kultureller, ökonomischer und zivilgesellschaftlicher Hinsicht.

Der einzige Ausweg seien neue Ideen und „eine exakte Entwicklungsstrategie für die Stadt“, heißt es in dem Bericht weiter. Dabei könnte „die Erfahrung von hochqualifizierten Experten aus dem In- und Ausland helfen“. Vor allem müssten Geschäftsleute „ein komfortables und attraktives Milieu vorfinden“.



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