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"Das este an Moskau  ist der Zug nach Leningrad", besagt eine alte sowjetische Anekdote. Immer mehr Moskauer nehmen sie sich zu Herzen (Foto: Fontanka.ru)
"Das este an Moskau ist der Zug nach Leningrad", besagt eine alte sowjetische Anekdote. Immer mehr Moskauer nehmen sie sich zu Herzen (Foto: Fontanka.ru)
Freitag, 05.04.2013

Tendenz: immer mehr Moskauer ziehen nach Petersburg um

St. Petersburg. Traditionell zieht es die Russen zum Leben und Arbeiten in die Hauptstadt. Immer mehr Moskauer wandern in letzter Zeit aber Richtung Petersburg ab – das Leben dort ist günstiger und weitaus weniger hektisch.

Laut der russischen Statistik-Behörde Rosstat steigt die Zahl der Moskauer, die ihren Wohnsitz an die Newa verlegen, stetig an. 2011 waren es 130.000 Menschen, 2012 bereits 194.000. Damit erweist sich die Migration aus Moskau nach St. Petersburg erstmals stärker als in die Gegenrichtung (175.000).

Jahrzehntelang war es für Leningrader/Petersburger gang und gebe, auf der Suche nach einem besseren Auskommen und höheren Karrierechancen in die Hauptstadt zu ziehen. Das beeindruckendste Beispiel für diese Art der Migration war der Wechsel von Wladimir Putin samt „Hofstaat“ an die Moskwa.

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• Putin unterstützt Gerichtsumzug nach Petersburg (15.11.2012)
• Petersburg ist wieder Russlands Marine-Hauptquartier (31.10.2012)
Dieser als „Petersburger Moskauer“ bezeichnete Clan hat sich seitdem in der höchsten Politik und den wichtigsten Amtsstuben etabliert. Für die meisten Moskauer war es dagegen verpönt, den Weg Richtung Norden anzutreten – der Konkurrenzkampf zwischen den größten und wichtigsten Städten, bei dem Moskau (zumindest im 20. Jahrhundert) die Nase vorn hatte, ließ das nicht zu.

Moskauer Manager suchen Arbeit in Petersburg


Natürlich wird in Moskau mehr Geld verdient – der Durchschnittslohn liegt bei 41.500 Rubel (1.040 Euro), in Petersburg bei 35.000 Rubel (875 Euro). Nur – in Moskau sind die Lebenshaltungskosten sehr viel höher.

Immer mehr Moskauer suchen in St. Petersburg Arbeit. Fünf Prozent der Arbeitssuchenden in Petersburg kommen laut der Personalvermittlungsfirma HeadHunter aus Moskau; 2011 waren es noch zwei Prozent. Gesucht werden meist Stellen im gehobenen Segment mit einem Gehalt ab 70.000 Rubel (1.750 Euro).

Julia Sacharowa, Direktorin von HeadHunter St. Petersburg, erklärt gegenüber dem Internetstadtportal Fontanka.ru: „Die meisten Bewerber kommen aus dem mittleren und hohen Management, außerdem sind viele hochqualifizierte Fachkräfte dabei.“

Kein Kurort, aber lebenswerter


Laut Experten sind einige Branchen in Moskau inzwischen übersättigt. In Petersburg sind dagegen Automobilbau- und Pharmazie-Cluster angesiedelt, die gute Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten bieten. In der „nördlichen Hauptstadt“ sind auch Wissenschaftler, Dozenten, Journalisten sowie Spezialisten für Verkehr und Logistik gefragt.

Außer rein „monetären“ Gründen spielen aber auch Faktoren wie die Nähe zu Westeuropa, ein ruhigerer Lebensrhythmus und die Stadtästhetik eine Rolle. Das wahnsinnige Tempo der Hauptstadt wird für viele Menschen früher oder später unerträglich. Petersburg ist natürlich auch kein Kurort, aber dort findet Mensch schon eher eine ruhige Nische.



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