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Von Anfang an vom (Finanzierungs-) Pech verfolgt - die neue Zenit-Arena in St. Petersburg. (Foto: Fontanka.ru)
Von Anfang an vom (Finanzierungs-) Pech verfolgt - die neue Zenit-Arena in St. Petersburg. (Foto: Fontanka.ru)
Mittwoch, 03.04.2013

Zenit-Arena: Stadionbau hängt wieder in der Luft

St. Petersburg. Neue Hiobsbotschaft für die Langzeitbaustelle auf der Petersburger Kreuz-Insel: Die russische Regierung weigert sich, einen Teil der aus den Nähten geplatzten Kosten für das WM-Stadion zu übernehmen.

Das künftige Heimstadion für den FC Zenit St. Petersburg, das zugleich als Spielstätte der Fußball-Weltmeisterschaft von 2018 vorgesehen ist, wird keinen föderalen Zuschuss erhalten. Dies geht aus der Antwort auf eine entsprechende Anfrage des Abgeordneten des Petersburger Stadtparlaments Boris Wischnewski hervor.

Gazprom ohne Zahlungspflicht


Es gebe „keine Möglichkeit zur Finanzierung dieses Objektes auf Kosten des Bundeshaushalts“, heißt es in der offiziellen Erklärung aus Moskau. Wischnewskis Vorschlag, den Staatskonzern Gazprom zur Finanzierung heranzuziehen, wird ebenfalls abgewiesen.

Bei Russland-Aktuell
• Weitaus weniger Kosten für Petersburger Stadionbau (16.01.2013)
• FIFA-Kommission besucht Petersburger Stadion-Baustelle (26.04.2012)
• Petersburger Stadion eines der teuersten der Welt (26.01.2011)
• Zenit-Stadion: Kurokawas Raumschiff gehts an den Kragen (17.02.2010)
• Finanzierung des neuen Zenit-Stadions noch unklar (06.10.2008)
Tatsächlich ist Zenits Titelsponsor nicht verpflichtet, die aus dem Ruder gelaufene Finanzierung der Arena wieder ins Lot zu bringen. Der Konzern hatte sich aus dem Projekt zurückgezogen, nachdem die Stadt sich geweigert hatte, ihm die Besitzrechte an dem neuen Stadion abzutreten.

Milliardenschwere Fehler der Stadtregierung


Damit gehen die Probleme mit der Finanzierung des Heimstadions für Zenit und Austragungsortes eines Halbfinals der Fußballweltmeisterschaft-2018 in eine neue Runde. Erst letzte Woche war bekannt geworden, dass in den letzten Jahren etwa 15 Milliarden Rubel (375 Millionen Euro) ohne die nötige Dokumentation verbaut worden waren.

Eine Überprüfung durch den russischen Rechnungshof war zum Schluss gekommen, die Unregelmäßigkeiten seien auf Fehler der Petersburger Stadtregierung bei den Vertragsabschlüssen mit den wechselnden Auftragsnehmern zurückzuführen.

Zugleich kam die frohe Botschaft aus dem Smolny, es sei gelungen, die Kosten durch Übereignung der kommerziellen Teile des Projekts (Restaurants, Hotel, Freizeitzentrum usw.) von knapp 44 Milliarden Rubel (1,1 Milliarden Euro) auf 34 Milliarden Rubel zu senken.

Aber auch das ist immer noch so viel, um den Bau zu einem der teuersten Stadien der Welt zu machen. Die Stadt kann auch 34 Milliarden nicht aufbringen, weshalb (nicht zum ersten Mal) die „ewigen“ Fragen auftauchen: Was tun? Woher nehmen?



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